Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1810)
- Article
- Über den Tod Ihrer Majestät der Königin von Preußen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 2)
- Language
- German
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386 deckt, und dem noch Um Freigciu das Geländer ganz hat abrcirsen konn.cn, muthig hinüber schrcitern. Ihm ist der Gedanke des Todes ein Dlitz in der?-?acht. Er durchfährt ihn zwar mit elektrischem Schauer; aber erhellt ihm zugleich die Stelle, wo er sicht. Er sicht in der gan-err Natur nur Verwandlungen, nirgends Vernichtung. Wie sollt' er sich diese bei dem Menschen denken können, der gewiß mit, und zuerst, in den großen Plan der Liebe gehört? — Der Tod verliert also bei ihm, gerade feiner Echrcct'lichkeit wegen,. das Schreckende: Er glaubt! Dieser Beweis des Todes gegen den Tod, muß an Starke gewinnen, je größer der Todre, von dem wir ihr. hcrnehmcn, im Leben war. Hier wird Vernichtung im/iKc unbegreiflicher, immer unmöglicher.' Daß wir euren solchen erhabenen Tobten in der all« gemein betrauerten Königin vor uns haben, b darf kcines Beweises. Es ftn uns also erlaucht, unter die vrelcn Rosen, die ihr zu. frühes Grab rrmLlühen, ein Veilchen zu streun. — Wenn folgsam jenen dunkeln Möchten, Vor welchen auch der Gott (ich beugt. Der Tod aus seinen ew'geir. Nächten Derhängnißvsll ins!eben-steigt; Wenn, blind für Tugenden und Kronen- Verderbend er hernieder sicht, Und Könige von ikrcn Thronen Wie Bettler aus Len Hütten zieht; Dann steigt zu Throne die Geschichte- Und walket kühn ihr Richreramr. Spricht Hohn dem schmerchelnden Gerüchte-