Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1810)
- Article
- Über den Tod Ihrer Majestät der Königin von Preußen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 1)
- Language
- German
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385 III. Uebcr.dcn Tod Ihrer Majestät der Körngin von Preußen. ,XV: Tod ist das R-äthftl dcs Lebens. An feiner. Atusivf::na crinüdcnd: zweifelt der Zweiflers leugnet der Freic.x:\1, glaubet der Fromme. — Jede Brust fühlt das Lcden, als des Lebens Zweck, und straub: sich gegen den G'dankcn der Vernichtung. Als eine solche den Tod anp־ nm, fühlt der Zweifler sich angctneben und;urückge- :egen. Jede Spur des physischen Lebens hört auf. — Dies ncht er mit seinen Sinnen, den gewohnten Organen f::n:5 Auschaucns'. Wer sieht ihm für ein Intellektuelles, das sich von diesen uichk anschauen!am? Die moral!'- v־t>.rn und metaphysischen Beweise, bk man ihm anführt, sind nicht hinrcldbcnb — ob sic sich gleich auf sein i-nnrcs Ecfübl stützen — ihm das Nicaeschaute anschaulich zu machen: Er zweifelt! -7- Der Freigeist har dieselben negativ׳ n Ansichten, wie der Zweifler; aber cr. zicht auch gegen moralische und metaphysische Beweise offensiv zw Felde. Seine Waffen sind aus dem Erfahrungsmagazin; jene, .des Gegners, edler, aber nicht dahcrg-nommen. Der ungleiche Kampf bleibt also unenrschicdcn, und er unbesiegt. Er leugnet! — Nur der. Fromme, bescheidne Denker laßt seinen Seist auf dem schmalen Steg, den ihm sein innres Aug' ent-