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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 5 H. (1810) · p. Seite 348

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 5 H. (1810)
Article
Über die Erziehung des Menschen zur Religion
Date
1810-01-01
Page
Seite 348 (sequence 15)
Language
German
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Acgide -wider die lockende Eirene der Verführung - fcyn. Religion und Moral erscheinen ihm jetzt als. unzertrennliche £u',;?cf:crn in ihrer heiligen Schönheit, und von ihnen begeistert, wird er nach Gütern für die Ewigkeit streben. Kein Egoismus wird sein Her; vergiften, wenn wir ihn ans die wahre Lage seiner Mirbrüdcr und so viele Vorzüge aufmerksam machen, die er nur dem Zufall zu verdauten har. „Die Glückseligkeit, die in dunkler Ferne des Mrnstbeugesti)lechls wartet, wird unser Zögling mit Begeisterung erblicken, und sein Glück darin finden, der Mensibheir seinen 31 rm zur Eroberung des gelobten Landes zu leihen. Ihm wird cs nicht bcisatlcn, daß er die goldue Zeit vielleicht selbst nicht mehr erlebe; er weiß cs, daß das, was ihm Menschheit ist, nicht sterben kann. — Seine Menschheit wird dann noch seyn, wenn auch er nicht mehr ist, und was er menschlich that,'wird für die Menschheit leben."*) Celbstdenkcnd lerne er in der Sonnennähe der Vernunft einfthen, daß cs nur eine wahre Religion giebt, wie nur eine Menschheit und ein Gort ist, und daß alle Religionen nur Formen dieser einen sind; er erkenne, daß keine Idee den Unbcgrcisiichen und'Namenlosen fassen kann —- uyb bete Gott im 6 erste und in der W a h r h.e i i an.— Doch die Kürze der Zeit erlaubt mir nicht, diesen wichtigen Gegenstand, von dem hier nur die Grundlinien gezogen werden konnten, weiter zu untersuchen; der weise Erzieher, der die große Bestimmung des Menschen kennt, wird , zur völligen Erreichung derselben, so wie zur individuellen Bildung zu einem gewissen Beruft, die besten Mittel zu wählen wissen. *)• S. WagncrS. Philosophie der -Erziebungskunst.

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