Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Über die Erziehung des Menschen zur Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 2)
- Language
- German
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335 ästhetische das Eefühlsvermögcn fuhieirt, und die ni orö!ifd/c die siullche Reife des Charakters zu befördern sucht: so umfaßt die Erziehung zur Religion alle geistigen Vermögen und vereinigt alle einzelnen Zwecke u»rcr dem höchsten und lehren Zweck der Q\ti* l i ch feit, die den Menschen dem Wc'turhebcr naher bringt und zur endlosen Glückseligkeit bcstinunt. Was kann nun dem Menschen wohlihatiger styn, was kann so entscheidenden Einfiuß auf seine ganze Ezisten; haben, als diese Cchutzgöttin der Menschheit, die allbeglückende Religion? Lic, die ihm eine leuchtende Ccnn: auf seinem dunkeln und unstchcrn Lebenspfad ist; die seine ungebundene Leidenschaften zügelt, und die Vernunft in ihrem Aufschwünge zum Licht und zur Wahrheit starrt; die den Jüngling zur Tugend ermuntert, den wankenden Greis unterstützt, den Leidenden tröstet und ihm jenseits die segenrcichc Ernte seiner irdischen Anssaat, die Unsterblichkeit, zeigt? Die ihn hienicdcn schon zur Göttlichkeit erhebt? —Ist also die Erziehung des Mcnschcn zur Religion ein so edles und dringendes Dedürfniß, so kann und darf cs uns nicht gleichgültig seyn, wie man zu diesem Zwecke alles Ctrcbens zu gelangen sucht, und welche Richtung der Seist und das Her; nimmt, um gemeinschaftlich di: Testi'mmrmg des Menschen., als denkendes und moralisches Wesen zu errcichm. - . ' . ” W'ölche6 ist ab: r der Weg, der hier sicher und unfehlbar zum Ziele führt? Es scy mir erlaubt, hochgeehrt: Anwesende, über diesen wichtigen Gegenstand, über die Erziehung zur Reli-