Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 5 H. (1810) · p. Seite 331

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 5 H. (1810)
Article
Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
Date
1810-01-01
Page
Seite 331 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2304627-2304628-2304629-10858268-2305020--02740-2305481
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sich uns in göttlicher Erfüllung --zeigen. Doch weif uns beiden 5 trenn er meine Warnung Verachten, nicht der Titte horchen könnte, Die ich — vielleicht die letzte hier! — ihn bitte. Wenn unsrer Freundschaft er so bitter vor Der Welt und Nackwclt spotten; und des Lasters Schmahsüchtigcr Vcrlaumdung, über Tugend Den hämischen Triumph cinraumcn könnte. Zurück IN finstres Chaos stürzen müßte Die'holde Welt, die unsre Liebe schuf» Und eine lange Reue war'mein Leben, Vcrzwcifiungsvoll vom Tode nur geendet. Ja, ja, er könnte, ließ er sich nicht weisen, Zur Prahlerei die stille Freundschaft treiben, Die manches Ungemach für ihn erduldet, Und Sceptcr, Krön' und Reich ihm abgetreten. — Doch ich erwarte, daß er es so weit .Nicht kommen laßt. Er hat gezeigt, daß er Der Rache süßer Tanmrllust entsagen, Dem Feind beisiehen könne in der Roth; Und wird es dabei wohl bewenden lassen. Nicht eigne.,- cs ist des Geschickes Schuld,-. Das feines Willens Handlung ihn beraubt. Ihm still gehorchend zieh' " sie!) zurück, Und sehe ruhig zu, wie es Jehova \ Gefallen wird, des Kampfes Glück zu lenken,' Fremder. Das ist zu spät, mein Prinz. Du weißt, daß er Parthei muß greifen zwischen Saul und Achis.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.