Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 15)
- Language
- German
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Sich uns in göttlicher Erfüllung --zeigen. Doch weif uns beiden 5 trenn er meine Warnung Verachten, nicht der Titte horchen könnte, Die ich — vielleicht die letzte hier! — ihn bitte. Wenn unsrer Freundschaft er so bitter vor Der Welt und Nackwclt spotten; und des Lasters Schmahsüchtigcr Vcrlaumdung, über Tugend Den hämischen Triumph cinraumcn könnte. Zurück IN finstres Chaos stürzen müßte Die'holde Welt, die unsre Liebe schuf» Und eine lange Reue war'mein Leben, Vcrzwcifiungsvoll vom Tode nur geendet. Ja, ja, er könnte, ließ er sich nicht weisen, Zur Prahlerei die stille Freundschaft treiben, Die manches Ungemach für ihn erduldet, Und Sceptcr, Krön' und Reich ihm abgetreten. — Doch ich erwarte, daß er es so weit .Nicht kommen laßt. Er hat gezeigt, daß er Der Rache süßer Tanmrllust entsagen, Dem Feind beisiehen könne in der Roth; Und wird es dabei wohl bewenden lassen. Nicht eigne.,- cs ist des Geschickes Schuld,-. Das feines Willens Handlung ihn beraubt. Ihm still gehorchend zieh' " sie!) zurück, Und sehe ruhig zu, wie es Jehova \ Gefallen wird, des Kampfes Glück zu lenken,' Fremder. Das ist zu spät, mein Prinz. Du weißt, daß er Parthei muß greifen zwischen Saul und Achis.