Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1810)
- Article
- Der Tod Sauls oder die Hexe zu Endor
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2304627-2304628-2304629-10858268-2305020--02739-2305480- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vcrfthn, das reines.Herzens wird verdient. Geüttgt der Kampf, erhalten wir das Feld,. l!n?> ein ncncs* 5Tiorc^cnrct^ mir auf? Des Todes finstrer Schlachtnacht auf: dann such' Äls Sieger ich ihn, tr* er fenu mag, auf; Des Lorbeers stolze Zierde mit ihm theilend. Daun bring' ich für des Wiedersehns, wie für Des Sieges Glück, Jehova opfernd, Dank. Doch sollt' in seinem Rath cs anders schon Beschlossen ftyn — Verloren gehn der Sieg Und ich mein Lehen auf. der Wahlstatt lassen : . Dann harr' ich sein in einer andern Zeit *) Und einem andern, hohen: Vaterland, Wo ewige Triumphe prangen und Kern Zeindesschwerdt sich schrecklich Opfer sucht. Dort findet — hat er seiner -Werth gelebt — Er einen Freund, der seiner werch gestorben. Kein Saul wird dann, kein tückisches Geschick, Sich zwischen uns und unsre Liebe drangen; Und was wir hier in Traumen oft geahnt, Sollten diese Worte Jonathans einigen unsrer Leser anstößig Vorkommen; als zu einer Zeit, da man, nach ihrer Meinung, unter den Israeliten noch nichts von einer Fortdauer nach dem Tode wusite: so weisen wir diese auf die Anrede dcr Abr'.qail an David (Samuel j. 25. 29.) auf die Herenqeschichke Sauls, und andre Stellen, welche hinreichend beweisen, daß schon damals den Israeliten die — freilich nicht eben metaphysischen — Begriffe einer Fortdauer nicht mehr fremd waren. — Wie wäre dieß auch bei einem unter fremden Nationen so lang herumgewanderten, und für fremde Lehren nur. gar .zu empfänglichen Volke, anders möglich gewesen? —