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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 4 H. (1810) · p. Seite 259

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 4 H. (1810)
Article
Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
Date
1810-01-01
Page
Seite 259 (sequence 26)
Language
German
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259 übersiedelten seine Eltern nach Prag/ wo er sogleich dem Talmudunterrichte gewidmet ward. In diesem Lehrgcgen« siandc machte nun Hr. Homberg so vorzügliche Progrcsscn, und zeigte sich durch Witz und Scharfsinn — zwei unumgänglich nochwcndige Eigenschaften nm in diesem Gegenstände zu ercclliren —so trcfstich aus, daß er im roten Jahre schon zu den talmudischcn Vorlesungen des berühmten Obcrrabbinrr, Ezechiel Landau in Prag, jUZrlasses, und ihm von demselben, seines Genies und vorzüglicher Eigenschaften wegen, vor alle» seinen Mitschülcrn, obgleich die meisten derselben zwei-bis dreimal so alt wie er waren, mit Auszeichnung begegnet ward. Mit vollendetem dreizehnten Jahre besuchte H., um in diesem Studio sich zu perfcctioniren, die zwei, ihrer gelchrtcn Vorsteher wegen, damals berühmten hohen Schulen zu Presburg und Sroßglogan. Trotz seiner Exccllcnz im Talmud war H.» obgleich bereits ein Jüngling von 17 Jahren, in allen übrigen׳ Fächern des menschlichen Wissens, ganz ein Fremdling; ja er war in diesem Alter, wo der gebildete Jüngling durch die Elemente der Wissenschafren größten Theils bereits sich durchgearbcitet hat, nicht einmal des deutschen Alphabets kundig. Mit welchem Widerstande zu dieser vbscurcn Zeit, wo bei dem größten Thcile der jüdischen Glaubcnsbekcnner das Lesen eines in deutscher oder in einer sonst andern als der jüdischen Schrift geschriebenen Buchs, ein Kapitalverbrechen war, wo man dem auf einer talmudischcn Hohcnschule studierenden Jung« lingc, den man etwa bei dieser himmelschreienden Sünde auf frischer That ertappte, alle Beneficicn entzog; >n!t welchem Widerstande, sage ich, ein Jüngling , dem-sein׳

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