Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 22)
- Language
- German
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2)5 orthodoxen aber dennoch, wegen^einigee BehaWtlMM wider den Talmud, und der von ihnen, besonders von der famosen Seite der Chassidim *), mehr als mosaische besetz selbst geachtete Kabbala , mit scheelen Augen angesehen wird, wurde B. mit dem Prädikate אפיקורס (Erzketzer) gebrandmarkt, und dem zufolge alles aufgeboten, um ihn, wo nicht von Gottes Erdboden ganz weg zu tilgen, aufs wenigste fein Bischen Leben, ihm so unerträg.!ich als möglich zu machen. Dieses alles dem Gott der Liebe zu Ehren, auf daß vollführt werde: Du sollst das Böse aus Israel wegschaffen (5. B. M. 17,,12.). B. ward also, um der unerträglichen Chikane auszuweichen genöthiget, abermals seinen Pilgerstab zu ergreifen, und wendete sich nach Breslau. Hier etablirte er dieGrassische hebräische Buchdruckerei, und legte im Jahre 1796 eine von ibm verfaßte bebraiftbe Spracklekre auf. Vou da be-— reiste er abermals Deutschland bis Hamburg, um Absatz für seine Bücher zu finden, und kam wieder retour nach Breslau. Daselbst übersetzte er das Buch Sprach aus dem Syrischen ins Hebräische und Deutsche, und gab im Jahre 1799seiner im izten Jahre geheiracheten Gattin, mit der er eine Tochtergejeugt׳hatte,Ämn״fömMchen Scheidebrief. Von ׳Breslau aus machte er abermals einige Exkurse zum Verschleiße seiner Bücher, bis er endlich im Jahre 1800 nach Wien Ham,. «0״erInchrrHräHiM kyschen Buchdrucker« r Jabre als Corrector Kand. und von dieser Zeit an in eben dieser Eigenschaft in der berühmttn Buchdruckerei des, Herrn Anton Schund eben in Wien steht. ') Män sehe Sulamith I. Iahrg. Lten Bandes Stee Heft S. 308.