Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 244 (sequence 11)
- Language
- German
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244 ein Mann von Talent mit Must die Portraikc'äus, schikdci-t uns ihr Aeußcrcs und Inneres, ihre Neigungen un!>■ Grundsätze, ihr Wollen und Könne», dm Sporn und Zu. grl ihres Geistes, und stellt uns genau alles dar, was diesen ansgrzeichactta Männern zwischen Wiege und Sarg begegnet ist. Sollte nur den, des Guten und Edcln beflissenen Männern in andern Staaten, und vorzüglich in den Französischen, Itaüänischcn, Westphaüschen, Holländischen,׳ Dänischen und Preußischen Staaten gefällig styn, ihre, sowohl in Gelehrsamkeit, als in zur Bildung und Kultur der Israeliten sonst nützlicher Aktivität sich auszeichnendec Männer, auf eben diese Art zur Publicitat zu bringen,׳ so konnte dereinst ein schönes Ganze und ein richtiger Beitrag zur Geschichte der Israeliten in den neuern Zeiten entstehen, da die Dernachlaßigung der Biographie — nach dem trefflichen Aussprüche des Hm. v. Hormeyers in seinem österreichischen Plutarch — sich fürchterlich rächt, indem sie die Historie um ihre edelsten Thcile, Wahrnehmung und Nachahmung bringt. —- Oder sollten wir etwa das nachlaßige, ja man möchte sagen sträfliche Benehmen UNsercr Vorfahren, welche de» Faden der Gcschichrc unserer Nation ihren Händen entsinken ließen, uns zum Muster nehmen? Sollten wir nicht vielmehr diese Lücke, welche sie «ns gelassen haben, je eher je lieber, so weit nämlich dir Daren der Schriftsteller anderer Nationen, die leider nicht allezeit mit sllzugenauer Parthcilostgkeit schrieben, uns Stoff darbieten, auszufüllen suchen, unfern Nachkommen aber Mattua'uen sammeln, damit dieser zum Lhril aufge«