Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Über die Nothwendigkeit einer Sammlung von Lebensbeschreibungen gelehrter und sonst rühmlich sich auszeichnender Männer in Israel
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 242 (sequence 9)
- Language
- German
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schcn /die-Mnasen^'österreichischen Literatur und Kunst n. s. w. würden Stoff zur Bearb.ituug darbieten. Machlig müßten Muster dieser Art auf das zarte, für alle gutcn Eindrücke empfängliche Herz der Jugend wirken und ihr Sporn w'rderr, diese Muster, wo nicht zu übertccffen, aufs wenigste so weit möglich zu erreichen. Es ist dieser Zugend um so leichter, da gedachten Männern alle Zugange zur Gelehrsamkeit und zu den Wissenschaften in ihrer Jugend gänzlich versperrt waren, sie alles aus sich selbst schöpfen, alles gleichsam ad Ovo anfangen mußten, und fast sämmtlich Atuodickcti. waren, ohne noch die fast unübersterglichen Hindernisse in Anschlag ׳zu bringen, welche von Seiten der Orthodoxie ihrer Glaubensgenossen sich ihnen von allen Seiten in den Weg thürmtcn,. da zn damaliger Zcit fast jeder Jude beim Anblick eines deutschen, oder in sonst einer nichtjüdischcn Sprache geschriebenen mehr Schaden anals sie Nutzen zu stiften glauben. Der Unqlaubiae beharret desto hartnäckiger auf seinen vorgefaßten Meinungen, weil er die Lästerungen für die stärksten Waffen ansteht, womit man ihn bestreiten sann, und nnpariheilsche Gemürder betrachten ihn als den beleidigten Theil, und schlagen sich aus Großmut!) auf ferne Seite.-r- Unter allen Widersachern ist der einzige Wolf diesem Tadel nicht unterworfen. Dieser große Wetuveise setzt den Spinozisinns/ bevor er ihn widerlegt, in ff-n gehöriges Licht. Er zeigt ihn von seinerstärksten Seite, und eben dadurch bat er seine Schwäche am. besten entdeckt. Wer seine Widerlegung mir ׳Aufmerksamkeit gelesen bat, wird gewiß niemals in Versuchung gerathen , Spinozen beizupflichterr." ״). *) Man sehe Sulamiih 1. Jahrg. 2. D. S. 113. Der Herausgeber.