Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Die Höhle zu En-Gedi
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 7)
- Language
- German
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pferfTcrt ans Israel, umher irrst von Wüste zu Wüste, und gleich der Gemse setzest von Dcrg zu Berge. Keiner von uns kennt den wahren Ernnd dieser seltsamen Flucht; keiner weiß mehr, als daß Du fliehst vor Saul; vor dem weder Schuld Dich jagen kann, noch Furcht. Denn wcl« cher andern Schuld könnte Saul zeihen unsern König, als daß er König ist? Und bist Du das nicht durch den Ausspruch des Ewigen unftrs Gottes, durch den Er entsetzt ist seiner Königswurde? Doch wann hattest Du ihn ahneu lassen, daß Er nicht mehr scy, was du geworden bist? wann nicht gezollt ihm ziemende Ehrfurcht? Warst Du nichtein Gesalbter Gottes schon» noch dcmüthiger Waffenträger ihm, und später ein treuer Anführer seiner Heere? Hast Du nicht mit beispielloser Langmuth stets er« tragen die gefährlichsten Ausbrüche seiner Laune, und von ihm gescheucht den bösen Geist vom Herrn? —״ David. Du entschuldigst ihn, Ioab, indem Du ihn anklagst. Uns ziemt Mitleid mit dem Mann, dessen Vergehe!! besteht in seinem Unglück. Er verfolgt uns aus Wahnsinn. Ioab. Ist aber nicht Strafe dieser Wahnsinn, dieweil er gcsrcv.'lt hat wider das Wort des Ewigen und nicht erfüllt hat seinen Willen? David, (auffahrend) Feldherr, überlasse das dem Priester! (maxtzcr) das Recht ist allein Gottes.- Er auch seye sein Richter. Ioab. Doch bist Du nicht verbunden, Dich ewig auszusetzcn Saul's Mordplanen? Willst Du ihn nicht tödttn, wohlan, nimm ihn gefangen. Ich selbst will ...