Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Die Höhle zu En-Gedi
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 6)
- Language
- German
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222 . Sicht wie Wolken am T a b o r Menschenschicksal verübcrziehn. Stolz deS schirmenden Wall'S, reicht ihn Verfolgung nicht; Und erreichte sie ihn, ha', sie Zcrjncbrc schnell. Wie ׳am Klippengesiade Kraftlosschaumcnd die Woge bricht. Wie auf Glut des Altars söhnend das Opfer sinkt: Sinkt, verzehrt schon im Nah'n, jegliche Uebcllhat. An des ׳Redlichen Busen, - Dem Jehova ein Hochaltar! Heilerer über ihm glanzt, goldrrer, der Morgen auf. iufc umgicbt ihn: ihm weht Kühlung die Mittagslust-! Holde Seraphimtraume Lächeln ihm in des Schlafes Arm. Dreimal selig der Mann, der sich Jehsva'S freut! Der, voll fröhlichen Sinn'S, stets an E'rbarmung reich, Keinen Feind als die Sünde Kennt; er zagt am Gerichtstag nicht.- So fana David,׳ und um ihn her tagte der Höhle- Nacht , Hel! wie das Licht, welches aüfging in seiner Seele. — Aber lauter unter den Seinen ward der Unwillen, und heftiger'das..Murren ihres Mißmuchs. Sie gingen zu Rach, wie zu wecken wäre die entschlummerte Kraft Davids, und das Gefühl seines.Zornes. Jocrb, der Feldl>׳rr, ubernahm.es.; und trat vor -David-,-welckpcr-aücmsaß am Eingang der Höhle, verloren in Gedanken sußcr Vergebung. ״Es sind nun zwei Jahre, mein König, so * begann er, daß Du,-mit einer Macht von vier hundert der La-