Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1810)
- Article
- Die Höhle zu En-Gedi
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
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220 vor dessen Worte jedes Her; — David floh jetzt vor dem verfolgenden hasse Sanl' s, an dem Lr^hiug-mit kindlichcr Zarllie'akeir; dem er ftl)0n so manche Stunde erheitert durch sein £icb r und von ihm ivcggifcheucht» durch Harfcnüang, den bösen Seist, der ihn beunruhigte. — Ec fish . . . nicht.amS verzagender Furcht, nicht aus dem Gefühl seiner Schwachheit, oder aus Mißtrauen in sein Glück — nein, aus Achtung für Saul, seinen Vater, den Gesalbten Gottes. Aus Mitleid mit dem tiefgebeugtcn, entsetzten.König; er.fürchtete zu siegess! .... Unstatt von Ort zu Ort» floh' er wie ein gejagtes Reh' über die steilsten Berge; streifte, gleich dem nächtlichen Räuber durch Wüste und Einöde; vermeidend die Städte der Menschen, wo ihm lauerten Betrug und Vcrrath. Kein Ziel seiner Leiden vor Augen, irrte er hossmmgslos, keinen andern Trost im Herzen als die Tugend und seine Unschuld. Die Männer, die ihn begleiteten, waren Unglückliche wie er; zum Thcil rohe Menschen, in deren Du« ' scn er sich nicht ergießen, nicht Trost daraus schöpfen׳ komite. Wem, wem konnte er klagen, als Sott! Und das lhat er esc, wenn.die Nacht sich ansbreirete über seincm Lager , dem unwirrhbarc» Boden, und deckte die müde -Wimper seiner Gefährten. Da rann dieThrane der Wehmuth. Tiefbewegt griff er nach seiner Laute —: die einzige Thcilnchmcrin seiner Gefühle — und in den schmelzendsten Tönen klagte er dem Ewigen seinen Schmer; und feine Unschuld. Da ward stiller um ihn her die Mitternacht. Kein Blättchen regte sich am Daum, unter welchem, er saß; kein Lüftchen durchsauscltc den weiten Raum der Wüste; und das Bächlein.- das am Berg herabrieselte,