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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1810) · p. Seite 210

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Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1810)
Article
Ankündigung [Nachricht] / Wolf, Joseph
Date
1810-01-01
Page
Seite 210 (sequence 2)
Language
German
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Denkende Äiubcrfcambc f;abcn zwar diesem Mang:! schon vor Jahren zum Theile abgcholscn, und die Jugend mit so manchem vorrrefchchcn Werke beschenkt, (welch׳c. gediegene Stoff liegt rücht;.93. in des würdigen Ben sc fs! ׳ בית הספר Indessen, und ihre bescheidene Weioheit siinnn! uns gern bei, -ist der Gegenstand noch nicht erschöpft und ihnen kann cs nicht unangenehm seyn, auch andere Jugendfreunde veranlaßt zu haben, ih/Sckarflem zum Unterrichte des werdenden Geschlechtes beitragen zu wollen. Der Unterrichts im Lesen — diese Fertigkeit, die den: Menschen den Schlüffe! zu so vielen Schatzkammern dcr Weisheit verschaft — wird hie und da noch immer so mechanisch betrieben, daß er keine sw cg es dazu geeignet ist, die .Kraft des Lernenden zu bilden und sic dergestalt zu erhöhen, daß er mit Dewußtseyn handle. Und das sollte dock der Zweck alles Umerichtes fty:», des ersten ganz vorzüglich, indem auf ihn so vieles, ja alles ankommt, und die Sünde, welche darin begangen wird, eine — Erbsü nde ist. Der E l e m c nt a r u n t c r r i ch t soll dcr Entfaltung des Geistes zu Hülse kommen, und dieselbe zu befördern suchen. Das kann er aber nur dann, wenn er bei Mittheilung der Kenntliche auf die Entwickclung der intensiven Kraft sieht. Die Kraft aber liegt in jedem Kinde, sic soll bearbeitet werden und nickt wie junge Thicre sollen junge .Kinder dressirt werden , und bloß rhicriscke Gewandheit, thierische Fertigkeit, thierische Kunst erlangen *). Doch ist aud) das Kind wirklich dahin gekommen, gelausig lesen zu können—wobei sehr oft der Stock nicht den Unter-sondern den Oberlehrer und Inspektor abgiebc so ׳weiß' es immer noch wenig oder gar'.nichts. Die .Natur eines N a m e n, eines Zeitwortes und deren beiderseitigen Bestimmungen ist ihm cbm so unbekannt als dem etwas altern Schüler der Charakter eines Derhaltnisiwor te s, Satzes oder Periode. Daher bleibt ihm so vieles dunkel und verworren, was er in spätem Jahren hört oder liest, er denkt nicht richtig, und spricht seine Gedanke»: mcht gehörig aus. Ueberhauxt ist noch nicht hinlänglich dafür gesorgt, daß der-hebr. *) Siehe Pesialozzi's Wochenschrift für Mensches-׳ bildrmg r. Stück r. Aufsatz.

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