Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Erziehungs- und Schulwesen
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 18)
- Language
- German
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tß also noch zu bewundern, daß inan hie und da noch so fcicl Unvolllommnes und Ungediehcnes antrissr? daß die Uebel noch nicht geheilt, da die Quellen noch unvcrstopft Lliebcn? daß die Wirkungen noch nicht schwinden, da dir Ursachen noch nicht wcggcschafft sind? „Laßt uns besser werden, gleich wirds besser seyn!" Ja, geliebte Glaubensgenossen unter diesen Anwesen« den! cs ist wahr, wir sichen in Ansehung der Jugend Bildung so manchen andern Städten nicht nach; aber das müssen wir nur ja nicht wahnen, daß wir schon das höchste Ziel erreicht haben, daß wir dem Ideale nahe sind, das wir doch verfolgen sollen. Uns bleibt in dieser Hinsicht noch vieles zu thun übrig, wenn wir unsre Kinder als wirklich gebildett, tugendhafte, religiöse Menschen, und als nützliche brauchbare Mitglieder des Staats sehen wollen. Alle aber müssen und können zu ..estm Zwecke beitragen: Vater, wenn sic ihre Erholungssiunden in dem Kreise ihrer Kinder verleben, und über jeden Schritt ihrer Lieblinge wachen. Mütter, wenn sie diesen Zirkel für ihre rechte Stelle halten, und .den geräuschlosen Wirkungskreis der Häuslichkeit, als ein stilles Heiligthum verehren; aber als ei» Heiligthum, das sie nicht, wie der Priester der Israeliten, nur im Jahre ein rinziges Mal besuchen: Die aktern Geschwister, wenn sie den jünger» mit einem guten Beispiele vorangehn, und sie zur Nacheiferung reizen; jeder andere Fremde, wenn er in jedem Kinde den Menschen ehrt, und sich scheuet, in vcsstti Gegenwart ein unsittliches Wort zu reden, viclwenigcr eine Handlung zu begehn, die nicht vor jedem Forum der Tugend gcrechtfcr-