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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1810) · p. Seite 178

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1810)
Article
Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
Date
1810-01-01
Page
Seite 178 (sequence 17)
Language
German
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Gesetzgebung. Nicht ausreuten konnte er die Wurzel der in Aegypten cingesogencn Begriffe , aber er pfropfte auf den verdorbenen Stamm reinere, nützlichere Früchte. Derloren war den Israeliten der kindliche Sinn ihrer Der. fahren, ihn wieder hcrzusiellen war sein eifrigstes Besircben *). Der erste und wichtigste Schritt zu dieser heilsamen Verbesserung war unstreitig die Wiederhersiellnng des Elanbens Abrahams. Aber wie kann der tedte Buchstabe den lebendigen Glauben wieder Hervorrufen, wenn dieser in der Brust des Manschen erlosch? wie das Gesetz Sinn ihm geden für die einfachen Schönheiten der Natur, wenn!hre erhabene Einfalt ihm gebricht, wenn sein Sinn verderbt, sein Herz erkaltet, verbildet seine Seele ist? daher bedurfte es der Kunst ihn zurückzuführen zur Natur. Er hatte cs verlernt den Stempel des Göttlichen in der Schöpfung zu *) Lord Bolingbroke hat bekanntlich die mosaisch-.׳ Gefttzgebung vorzüglich deswegen getadelt, weit sie —nach feiner Meinung— dem reinen Glauben Abrahams ganz entgegimgcarbeitct habe. Es dürfte aber cinesrheils sehr schwer fallen, Liese Behauptung durch Beweise und besummte Allegationen dieser Gesetze zu rechtfertigen, da so viele der mosaischen Ccremonal - Gesetze die Begründüng jenes Glaubens zum Zwecke haben, so wie eS andcrntheils noch schwerer zu erweisen seyn möchte, daß die damalige Organisation des Israelitischen Volkes diesen Glauben in seiner erhabenen Einfalt ihm. zu fassen vergönnt habe. Wahrem Eifer genügt ja, daß das Vorhandne v o l l t s m m e n . Sey. Der Falsche will stets, daß das Vollkommene sey.

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