Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1810)
- Article
- Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 15)
- Language
- German
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kennen! Die Fackel, die dem Wandrer leuchtet , rutdecktchm oft des Abgrunds jähe Spitze nur an seiner Seite, die Flamme, die ihn wärmt, gießt neue Schwungkraft in die matten Glieder. Aber mit der zunehmenden Verfeinerung oder vielreicht Ucberfeinerung der Menschen erlosch auch dieftr kindliche Sinn immer mehr und mehr, und wo noch Spuren desselben zu finden waren, da war er schädlich!: Aberglaube oder verderbliches Pfaffcnthum geworden, so floß diese schöne Quelle den Assyrcrn und Chaldäern nur in den schmutzigen Pfützen der Magie und Astrologie, und der kindliche'Glaube ward in den Händen der Priester kindische Ilnvernuuft, man ließ die Quintessenz desselben verwehen, und regelte lmt lächerlichem Uebcrwrtz an dessen Hütte. Dei den Aegyptern verdrängte denselben der Fetischdienst und die Hierarchie der Priester, bei den Hebräern brachte der Druck und die Tyrannei der Aegypter nocheinem seiner 'Werke monströse Geschöpfe der Einbildttngskraft nennt, setze, ich hier ein paar aus unfern besten Dichtern gezogne, acht - orientalische Bilder cm׳ gegen:. Die Mcrgenröthe ist nur ein Wiederschein Von seines Kleides Säum. — (Kleist.) Seht ihr den neuen Aeugeri des Nahen Den fliegenden Strahl? Er ruft Jehova 1 JehovaJehova Und der geschmetterte Wald dampft: Aber nicht unsre Hütte. Q Unser Vater gebot Seinem Verderber, . Vor unserer Hütte vorüber zu ziehn.