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Sulamith · 1810-01-01 · 1 Bd. 3 H. (1810) · p. Seite 173

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Journal
Sulamith
Volume
Dritter Jahrgang 1810-1811
Issue
1 Bd. 3 H. (1810)
Article
Über die Personification in der hebräischen Poesie und das Ceremonialgesetz in der hebräischen Religion
Date
1810-01-01
Page
Seite 173 (sequence 12)
Language
German
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173 gen aber die Gränzen des Lhirnfthen, cr konnte sich einen Gorrdcnkm, könnt' ihn Wen in seiner Trust, konnte schwelgen in diesem Gefühle, konnte sich glücklich preisen in diesem Gedanken: nun erst ward der Cohn des Staudes Mensch!• Doch kindlich , wie er selbst, wie alle seine Gefühle und Gedanken waren auch seine Begriffe von der Eotrhcit. Ein guter Hausvater * *), väterlich besorgt für das Wohl seiner Kinder — das war den ersten Menschen das höchste Wesen, mußte cs diesen Kindern der Natur ftyn, deren Idecnzirke! so ganz Natur war, so einfach rein und wahr als diese. Die Sonne, deren Wanne ihre Saaten reifte, der Mond, dessen Licht ihren Pfad erhellte, alle waren ihnen wohlthatige, sich ihrer selbst bewußte, von einer gärigcn Gottheit zu des Menschen Heil geschaffne höhere Wcscn, von dem höchsten Wesen wie vom Künstler das Ra« derwcrk der Uhr zu seinen Zwecken geleitet. So war ihnen die Natur b e sc e l t aber nicht vergöttert, sprach rief er entzückt, Len meine?lugen nicht sehn, den mckne Ohren nicht hören, den meine Seele nur denkt! Und nun ging cr hin und zerstörte die Götzenbilder sei» ncS Vaters! *) Wer das Kindliche fciefer. Vorstellungsart in der ganzen Fülle seiner Erhabenheit cmpsinden will, der lese das Buch Hiob, unstreitig eines der ältesten Denkmälcr orientalischer Poesie, wie hier Gott als rin gater, für das Wohl seiner U.iierkbuiien väterlich besorgtcr Emir erscheint, und er wird gewiß' bei dieserältes— sccn Thcodiccc die Wahrheit der Herderschen Worte fühlen, daß mancher, der seine Bibel bloß als Canoq betrachtet, und hochschätzl, de» eigentlichen Schatz nicht ahndet, den er in derselben besitzt.

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