Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Dritter Jahrgang 1810-1811
- Issue
- 1 Bd. 1 H. (1810)
- Article
- Einige Blicke auf die Bemühungen der deutschen Israeliten in Hinsicht ihrer Kulturbeförderung
- Date
- 1810-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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Mit dieser Lehranstalt ist zugleich eine Synagoge ver- Kunden. Die sämmtlichcn Schulkinder,׳ deren Engagement zur Schule überhaupt von den Eltern auf drei Jahre schriftlich festgesetzt wurde, dürfen in keine andere als in die neu: Synagoge gehen. Hier verrichten sie ihre Gebete abgekürzt und abwechselnd in hebräischer und deutscher Sprache. Sic verstehen dasjenige, was sic beten, daher euch eine nachahinungswürdige Stille und heilige Andacht in dieser Synagoge herrscht. — Einer ihrer Schullehrer betet ganz deutlich wörtlich vor, und dis Kinder beten leist nach. Nur solche Stellen, wie B. ואנחנו •ננרך יה מעתה ועד הבלויה: werden von ihnen als Schluß der Gebete wiederholt. Selbst das Echem ons Eßrc Gebet wird nur einmal laut vorgcbctet und leist nachgcbcket. Die Stellen ans der Bibel werden wörtlich, ohne Gesang, von irgend eiriem dazu Auserkohrncn hinterci!tander vorgclestn, und sobald derselbe seinen Schlußstgcn, wie gewöhnlich, beendigt hat, tritt einer der Schulknaben auf das Katheder, und liest die deutsche Mendelsohnschc Nebersttzung jener bereits vorgelcstncn hebräischen Stellen laut vor. Die in den Synagogen übliche Ankündigung eines neuen Monats geschicht in deutscher Sprache, und nur der andere Theil des bekannten Gebets wird abgelcscn. Die Gebete werden überhaupt ohne den mindesten Gesang verrichtet. Nach Beendigung derselben wird irgend ein hcrzerhebendesj in Musi! gesetztes und zu dem Ende bestimmtes Gebet in deutscher oder hebräischer Sprache regelmäßig gesungen. Es ist zu wünschen, daß auch Gemeinden außerhalb des Königreichs Westphalen. diesen Deispieken,nachahmen , wö-