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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 3 · p. Seite 258

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 3
Date
1845-01-01
Page
Seite 258 (sequence 58)
Language
German
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288 Die israelitische Gemeinde zn Leipzig besitzt jetzt eine sehr zweckmäßig eingerichtete Synagoge, in welcher der geschätzte Schriftsteller Herr Dr. Ad. 3 ellinek, Prediger dieser Gemeinde, schöne und inhaltreiche deutsche Predigten hält, die vielen Beifall finden. Auch in Jeßnitz, im Anhalt-Deßauischen, finden in der ' Synagoge veränderte, zeitgemäße gottesdienstliche Einrichtungen Statt, die man dort der Einsicht und den Bemühungen des Gemeindevorstehers, Herrn S am so n Herz, und des Gemeinde-Kantors und Lehrers, Herrn L ö w en - stein (aus Wörlitz gebürtig), zu verdanken hat. (Beide waren früher Schüler der Deßauer israelitischen Franzschule und Letzterer auch des israelitischen Seminars zu Deßau.) Chöre, aus der israelitischen Schuljugend beiderlei Geschlechts bestehend, verherrlichen den Gottesdienst, welche erstere der gedächte Kantor sorgfältig Anülst und leitet. An den Sabbathen und Hauptfeiertagen macht der Choralgesang einen wesentlichen Theil des Gottesdienstes dort aus; die aus ungefähr 30 Familien bestehende Gemeinde ist mit diesen Einrichtungen zufrieden, und jeder Einzelne trägt dazu mit Theilnabme bei, die Ordnung und den Gang des Ganzen in der Synagoge mit zu bewirken. Auch die von Schreiber dieses vor mehreren Jahren dort eingerichtete israelitische Schule leistet viel Erfreuliches. Als wir im Jahre 1847 einer öffentlichen Prüfung in derselben amtlich beiwohnten, hatten wir Ursache, mit den guten Leistungm des erwähnten thätigen, wackern jungen Lehrers und der gut unterrichteten Schuljugend beiderlei Geschlechts in den vorgekommenen Lehrgegenständen , insbesondere in der Religion , im Hebräischen, im Gesänge u. s. w. völlig zufrieden zu sein und wir können nur wünschen, daß ein ähnlicher Erfolg besonders auch in allen solchen kleinen israelitischen Gemeinden Deutschlands bald wahrgenommen werden möchte. 5 Angenehm für uns ist vorzüglich dieser neuere Beweis der unbeschreiblich erfolgreichen Wirksamkeit der schon seit 48 Jahren bestehenden zeitgemäßen israelitischen Schulen in Deßau, woselbst, beiläufig .-erwähnt, nun die größte Zahl der Väter und Mütter der jetzigen israelitischen Jugend inst selbst Schüler und Schülerinnen der neuen israelitischen

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