Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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- \ ' 287 nicht mitgerechnet, welche sich auch auf eire« 40,600 Thlr. belaufen. Es giebt in Berlin einzelne Kontribuenten, die allein; jährlich 800 Thlr. zur Gemeindekaffe beisteuern, während die Gesammtausgabe kaum den dritten Theil der Einnahmen beträgt. Bon der Berliner Genossenschaft der jüdischen Reformer?ist jeht ein eiserner Fonds niedergelegt worden^ durch dessen Zinses man das Gehalt für den Prediger deKen will. Lösete sich die Reformgeseüschaft auf, so würde^dem Prediger Herrn Dr. Holdheim der ganze jetzige Fonds von 18000 Thalern (jetzt mehr) übergeben. Da die Lebensschilderung eines Biedermannes für jeden ähnlich Gesinnten jederzeit willkommen ist und solche nie zu spät kommen kann, so erachten wir es insbesondere als Pflicht, Folgendes, der Tendenz der Sulamith angemessen, über das im Jahr 1846 erfolgte Ableben des würdigen Königlich Pteußischen Kommerzienraths Herrn G. Max in Magdeburg, nachträglich ans einer frühern Korrespondenz hier zu liefern. „Der Herr Kommerzienrath Max, geboren zu Saargemnnd, istin seinem fast vollendeten 70sten Lebensjahre aus dieser Welt abgernfen worden, nachdem er an 40 Jahren als treuer Bürger in der Stadt Magdeburg ansässig war und 24 Jahre Vorsteher der dortigen israelitischen Gemeinde gewesen, für welche sein Verlust in jeder, besonders administrativer Rücksicht unersetzlich ist. Außerdem war der Verstorbene noch im Vorstände des dasigen Bürgerrettuttgs - Instituts und der jüdischen und christlichen Armen - Holz - Dersorgungßgesellschast, zu welchen Zwecken sein Wohlthun unermüdlich gewesen. In der Zeit derBelagcrung Magdeburgs und der Fremdherrschaft wurde von ihm so viel Gutes gestiftet, daß man die große Zahl seiner Wohlthaten nicht aufzuzählen vermag, und da ich weiß, daß der Verewigte Ihnen auch persönlich bekannt gewesen und sie ihn schätzten, so brauche ich Ihnen alle die guten Eigenschaften nicht weiter auseinander zu setzen, bemerke aber noch, daß der Staat seine Verdienste durch die Ernennung zum Königl. Kommerzienrath anerkannt hat, und daß er seit langen Jahren schon Inhaber des französischen Lilienordens gewesen war. Sanft ruhe die Asche dieses wahrhaft edlen, wohlthätigen Menschenfrenndes." »X. Iabrq. Bd. III. von.