Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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P intim sollen abgeschafft, werden, „welche den Gottesdienst verlängern*) und Geist und Herz unbeftiedigt lassen." 4)An " religiöstu und nationcllcn Festtagen soll in allen Synagogen, wo dststEinfühxung nicht zu kostspielig für sic sein sollte, die Orgel eingcführt werden, „deren majestätischen Töne sich sehr wohl mit den antiken Melodien und mit dem Harmonischen Rythmus der hebräischen Poesie vereinigen würden/' 5) Seil bisher von der Synagoge ausgeschlossenen Mädchen soll eine geeignetere, würdigere Stclluna in den Gemeinden gesichert werden, nämlich dadurch, daß sic von ihrer Geburt an durch eine feierliche Handlung von später noch zu bestimmender Form in den Cultus eingcwciht werden, daß auch für sie die Ceromonie der religiösen Weihe tConssrmation?) verbindlich gemacht werde, und daß man sie an den öffentlichen Geboten in. den Synagogen Theil nehmen läßt. 6) Zu vervollständigen und zu verbessern, wenn Ursache dazu ist> den Unterricht in der rabbinischen Schule zu Metz, soll daselbst eine theologische Wissenschaft eingeführt werden, namentlich die biblische Exegese, die Religionsphilosophie unserer Gesetzbücher („des nos Codes“} *) Aus diesem Grunde gerade scheinen sie, wie uns in unserer Jugend einmal ein . alter, frommer und gelehrter Rabbi erklärte, ohne große Rücksicht auf den Inhaltmancher derselben, Und verbunden mit Gesang, von den Altvordern größtentheils-wohl nur eingeführt worden zu sein, damit die jünger« Juden, wenigstens während eines halben Tages in der Synagoge bleibend, zugleich verhindert würden, etwa leichtsinnig Festtagsgesetze zu übertreten. In unserer Zeit aber -idie doch überhaupt eine ganz andere geworden — erregt ein solchergestalt verlängerter Gottesdienst freilich bei Vielen nur eine noch größere Abneigung gegen denselben, bei den eingcführte» deutschen Predigten und jeweiligen Confirmationen der Kinder in den Synagogen verursacht die Beibehaltung dieser, schon von Aben Esra und dem frommen Rabbi D. Kim chi verworfenen .Piutum" an Sabbathen und den Israel. Festtagen, wie man oft sieht, allerdings große Störungen, so daß dann der Gottesdienst oft erst um 1 Uhr Mittag» geendigt werden kann. u. A. m.-