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Sulamith · 1845-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
9 (1845-1848)
Issue
Heft 1
Date
1845-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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: 19 war. die unter Pauken sch all vor ihr aßen, während die . Weiber um sie herum kreischten. Ihr Anzug war sehr schön und ihre Juwelen prachtvoll, aber ihr Gesicht mit Schminke bedeckt (?)*) und ihre ganze Person in einen dünneu Schleier gehüllt. Sie wurde nun, von Pauken des gleitet, aus dem Haus hervorgetragen, die Rabbiner (Kantoren?) singend voran.- Jedermann, außer mir, trug ein Licht, und so wurde sic auf den Marktplatz (!) gebracht, wo die Verwandten ihres Bräutigams sie in Empfang nahmen und sie in sein Haus tragen ließen, wo er eine ähnliche Ceremonie zu bestehen gehabt hatte. Erstieg nun von seinem Sessel herab, und setzte sie hinauf, der Rabbiner sang die Litanei ab, nahm ein Glas Wein, versuchte es (soll wohl heißen: trank etwas davon), segnete es und gab cs dann der Braut und dem Bräutigam. Hierauf gab er dem Letztern den Hing und dieser steckte, ihn an den Finger seiner Frau (Braut), dann, wurde der - Heiraths-Kontrakt gelesen, ein Psalm (?) gesungen und die Braut in die Brautkammer (?) geführt, wo sie sieben Tage bleiben muß; hernach darf sie das Haus einen Monat ' lang (!) nicht verlassen, außer um mit ihrem Vater zu essen." — > -,,2ch hörte heute, daß man vor dem Sultan das . *) In der Regel sollen indeß die dortigen Jüdinnen sehr schön sein, wie sie besonders in den „Erinnerungen aus Marokko" rc., von / Ferdinand Freiherrn von Augustin, (Wien, 1838, Schaumburg u. Comp.) sehr umständlich und reizend geschildert werden. (Bergt, auch Sulamith 7ter Iahrg.. 12. Heft, S. 361.) „Sie haben das herrlichste Kolorit, schwarze feurige Augen und einen wohlgebildeten Mund mit den schönsten Zähnen u. s. w." sagt er. „Die Jüdinnen fanden rr^ir gegen unsere Erwartungen lebhaft und wohlunterrichtet," fährt er fort. „Sie verstanden, wie die meisten ihrer Landsmänninnen, daS Spanische vollkommen, und konnten sich über eben so viele Gegenstände unterhalten, wie Europäerinnen ihres Standes." — D. H. i

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