Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 9 (1845-1848)
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 :■ I- Beleuchtung zweier gegen die Israeliten gemachten Vorwürfe.*) Es ist zwar ^cine bekannte Sache, daß die meisten der Vorwürfe und Einwürfc, welche den Israeliten noch immer gemacht werden, schon sehr oft vorgebracht und auch eben so oft widerlegt worden sind, nichtsdestoweniger wiederholt / und abermals gleichsam wie aufgewärmte Speisen zum Ekel wiederholt werden.— So finden sich denn auch wieder zwei dergleichen Einwürfe in den,-Blättern für literarische Unterhaltung" ausgctischt, als in solchen von der Emancipation der Israeliten die Rede war, und die somit eigentlich keine Berücksichtigung verdienen. Da solche indeß auch in . der Schrift des Professors Krug: „Die Politik der Christen und die Politik der Juden" angeführt stehen, so mögen, bloß aus Achtung gegen denselben, diese Einwürfe hier etwas beleuchtet werden. Es wird nämlich behauptet: „Wer nicht mit uns an einem Mische sitzen darf und essen, was wir" essen, trinken, was wir trinken; wer seine Töchter nicht unfern Söhnen zu Weibern,- seine Söhne unfern Töchtern zu Männern geben darf, der ist kein Deutscher und wenn er hundtrtmA sich für einen Deutschen ausgäbe." Diese Tiradcn wurden aber. schon vor mehr als vierzig Jahren beinahe mit den nämlichen Worten von einem Schweizer ' in der Natioitalvcrsammlung zu Aarau vorgcbracht. Derselbe sagte : „Die Juden können keine Bürger sein, so lange *) Da diese Gegenstände neuerdings fast überall wieder zur Sprache gekommen sind, fo finden wir es zweckmäßig, obigen — aus der Federbeines würdigen, nun verstorbenen Freundes, des Hrn. S i m o n van G e l d e r e n in Düsseldorf, geflossenen — Aufsatz, welchen wir vor mehrern Jahren aus verschiedenen damaligen Gründen nicht aufneh^nen wollten, nun hier mitzuthei« len./ So etwas dürfte jetzt so manchem Leser willkommener sein,, als etwa ein großer, weitläuftiger gelehrter Aufsatz, wie z. B. Manches deshalb stin könnte, sein oder nicht fein sollte. D. H.