Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 473 (sequence 155)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Rabbiner wähl in Schwersenz i. J. 1842 473 strat und dem Landrat des Kreises Herrn Major v. d. Brinken beglaubigt und 3. zwei ehrenvolle Zuschriften von der Gemeinde zu Frankfurt a. O. und Schwerin a. W., sowie eine Be* scheinigung seiner Notierung zum Kandidaten in letzterer Gemeinde. Die Verwaltungsbeamten Gurau. Die Bestätigung wurde erteilt. Am 30. Dezember 1842 traf, wie aus den Akten hervorgeht, Joel mit seiner Familie in Schwersenz ein, bezog die für ihn neu herge* richtete Wohnung im Rabbinerhause auf dem Synagogen* platz und trat sein Amt an. Wie herzlich sein Verhältnis zur Gemeinde Schwersenz wurde, zeigt am deutlichsten die seiner „geliebten und hochverehrten Gemeinde in Liebe und Ehrfurcht“ dargebrachte Widmung seines be* reits erwähnten Werkes „Die Religionsphilosophie des Sohar“. Es heißt dort: „Nächst meinem teuren, unvergeß* liehen Vater bist Du es, meine geliebte und hochverehrte Gemeinde, der eine öffentliche Huldigung zu zollen ich am meisten mich hingezogen fühle. Wie könnte es auch anders sein? Die unaufhörlichen Beweise von Anhäng* lichkeit und Liebe, welche Sie, teure Mitglieder meiner Gemeinde, Alle, ohne Ausnahme, mir bei allen Vorkomm* nissen so unverhohlen an den Tag legen, mußten schon längst den Wunsch erzeugen, Ihnen einmal öffentlich meine Erkenntlichkeit auszusprechen... So nehmen Sie denn diese geringe Gabe, wenn auch nur als schwachen Beweis ungeheuchelter Liebe und Hochachtung wohl* gefällig auf. Ich reiche sie Ihnen mit dankbarem Herzen und mit dem aufrichtigen Wunsche, daß der Allgütige Sie in Ihrer Gesamtheit segnen möge. Schwersenz, im April 1849. Joel.