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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 468

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 468 (sequence 150)
Language
German
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468 Die Rabbinerwahl in Schwersenz i. J. 1842 sehen stehenden Rabbiner der Nachbargemeinde Wre* sehen, Dr. Gebhard1), richtete. Sr. Wohlwürden dem Rabbiner H. Dr. Gebhard in Wreschen. Ew. Wohlwürden verzeihen, wenn wir uns erlauben, an Sie eine Bitte kühner Art zu richten. Die Wichtigkeit des Gegenstandes veranlaßt uns dazu. Wie es Ew. Wohlw. bekannt sein wird, ist unsere Gemeinde mit der Wahl eines Rabbiners beschäftigt und soll diese binnen kurzem stattfinden. In der Zeit', in der wir jetzt leben, ist die Besetzung einer solchen Stelle von der größten Wichtigkeit und wir nehmen leider wahr, daß nicht alle Mitglieder unserer Gemeinde die richtigen Be* griffe in dieser Beziehung haben. Hier ist Belehrung aus dem Munde eines Mannes nötig, der geeignet ist, Stirn* mungen in Menschen umzuwandeln und solche auf rieh* tige Wege zu führen. Nach dem Ew. Wohlw. voran* gehenden Ruf dürfen wir einen solchen Mann in Wohl* dero Person finden und erlauben uns daher die ebenso dringende als ganz ergebenste Bitte, uns zum nächsten Sonnabend oder wenn dies wider Vermuten etwa nicht möglich gemacht werden könnte, den darauf folgenden mit einem Besuche beehren und in unserer Synagoge uns mit Vorträgen der Art erfreuen zu wollen . . . . . Schwersenz, d. 9. August 1842. Die Verwaltungsbeamten Brodnitz Bornstein Baruch Rabbiner Gebhard entsprach, wie aus den Akten hervorgeht, dem Wunsche des Vorstandes, und sein Ein* fluß bewirkte, daß der Widerspruch gegen die Wahl eines neuzeitlich ausgebildeten Rabbiners beseitigt wurde. T Dr. Julius Gebhard war einer der ersten Rabbiner in der Provinz Posen, die einen Tlalar trugen und in hochdeutscher Sprache predigten. (Heppner, S. 339.)

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