Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 9-12 (September 1930)
- Date
- 1930-09-01
- Page
- Seite 354 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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354 Ueber den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel auch vom Pentateuch, der Belegstellen für nicht weniger als 11 Nummern aufweist (1. 4. 5. 9. 10. 11. 13. 15. 16. 21. 22). Es ist daher klar, daß diese Verschiedenheit von dem Gegenstände herrühren muß, der an den einzelnen Steh len behandelt wird. Unsere Aufgabe soll daher sein, auf Grund einer eingehenden Darlegung der Sachlage den Gründen für die Mannigfaltigkeit der Zusammenstellung gen nachzugehen und deren Verständnis anzubahnen. Eine diesem Tatbestände gewidmete Sonderabhandlung ist mir nicht bekannt, so daß hier Neuland vorzu* liegen scheint- Dies mag es rechtfertigen, wenn im foh genden bisweilen auch bloße Vermutungen ausgesprochen werden. Abgesehen von gelegentlichen Bemerkung gen einzelner Kommentatoren, ist, soviel ich sehe, unser Thema bisher noch nicht in umfassender Weise behan* delt worden, ja es hat bei modernen Bibelauslegern so gut wie gar keine Beachtung gefunden. Sagt doch z. B. Knobel (Genesis S. 130) zu XIII 14; „die vier Himmels* gegenden so (?) auch XXVIII, 14“; und Strack (Ge* nesis, München 1905) zu XXVIII, 14 „die Bezeichnung der vier Himmelsgegenden wie XIII, 14“, ohne zu merken, daß in der einen Stelle die Reihenfolge n s o w ist, in der an* deren dagegen wons. Delitzsch, Bertholet und Marti schenken der Erscheinung überhaupt keine Be* achtung, während Wellhausen und ebenso auch Holzinger die abweichende Aufzählung von XIII, 14 in XXVIII, 14 wenigstens erwähnen. Wir aber wollen alle nachgewiesenen Stellen beachten und zwar in der Reihenfolge, die durch die gekennzeichneten drei Grup* pen von Zusammenstellungen von selbst gegeben ist. Bei der Abgrenzung eines räumlich geschlossenen Gebietes, wie etwa der Umgebung des Stiftszelts, ist ein kreisförmiger Umgang um dasselbe naheliegend. Er kann erfolgen durch Abschreiten längs der Begrenzungs* linie und zwar entweder so, daß man dabei innerhalb des abgeschlossenen Gebietes bleibt, oder indem man von