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Jeschurun · 1930-09-01 · Heft 9-12 (September 1930) · p. Seite 347

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 9-12 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 347 (sequence 29)
Language
German
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Ueber den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel 347 Metaphysik kann demnach — sofern der wahrhaft trans* zendente Sinn des Göttlichen in aller Strenge gewahrt wird — keineswegs gesprochen werden. Das Feld der Metaphysik ist die stets relative Erkennt« nis, das Feld derReligionhingegenderBe« reichder aufdas Absolute gerichtetenTat der Gestaltun g.43 Über den Gebrauch der Himmelsrichtungen in der Bibel. Von Elias Fink-Frankfurt a/M. (Dem Andenken seiner am 22. neri 5690 in die Ewigkeit eingegangenen Gattin Lina gewidmet.) Vier Elemente wie die Himmelsrichtungen Osten (O), Westen (W), Süden (S), Norden (N) lassen sich bekannt* lieh auf 24 verschiedene Weisen zusammenstellen, die ihrerseits nach dem jeweils an die Spitze gestellten Eie* ment in 4 Gruppen geordnet werden können. Unserem Zwecke jedoch dient besser eine dreiteilige Gruppen* bildung, die nicht sowohl von mathematischen als von sachlichen Rücksichten geleitet ist. Die 4 Himmelsrich* tungen können nämlich aufeinander folgen: in kreisför* migem Umlauf und zwar entweder im Sinne der Uhr* N zeigerbewegung z- B.: o. s. w. n. w{ )o - s 43 Man könnte gegen unsere scharfe Abgrenzung der Teilhabe- und Erkenntnisintention auf das philosophische Teilhabeproblem hinweisen. Uns scheint jedoch, daß es sich bei der logisch-erkenntnistheoretischen Teilhabeproblematik (z. B. in Platos Parmenides oder bei Scheler, der jedes Wissen von Gegenständlichem als Teilhabe deutet) stets um sekundäre Logifizierungen einer primär in der religiösen Sphäre auftauchenden Haltung handelt. Denn der metaphysische Mensch erlebt sich, wie gezeigt, als hineingestellt in das absolut gesetzte All-sein. Er kennt keine unerreichbare, überphänomenale Transzendenz. Ihm ist das erlebbare Sein das Absolute. Die Teilhabetendenz ist also auf dem Boden der Metaphysik sinnlos.

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