Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 5-8 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 316 (sequence 134)
- Language
- German
- Belongs to
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316 Büeherbesp rechungen Veranlassung und Bedeutung, die häufig sogar schon in gaonäischer Zeit vergessen und unbekannt waren, klarzulegen. Den vielfachen Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, um ein solches Ergebnis zu ermöglichen, wobei nicht als letzte schon allein die Zusammen;- Stellung des weitschichtigen Materials genannt sein möge, zeigt sich der Verfasser voll gewachsen. Diesem Urteil tut es keinen Äbbrueh, daß nicht alles Material zusammengetragen wurde. So fehlt die Än- Ordnung der Saboräer, den Ehemann einer ״widerspenstigen Frau“ von der Zahlung der Morgengabe zu befreien und ihn auf die Zahlung der Mitgift zu beschränken (vgl. Mordechai Jebamot Äbschnitt IV col. 31) oder die in den Responsen des R. Moses Trani Teil II Nr. 105 mitgeteilte Bestimmung des R. Scherira, daß ״Töchter dazu angehalten werden sollen, die Annahme von Gegenständen aus Silber beim Abschlüsse von Kiduschin zu verweigern“. Hingewiesen sei auch auf die weitgehende Ausgestaltung des Eides der Gesellschafter durch die Gaonen (vgl. Maimonides Hilchot Scheluchim weSchutafim Abschnitt X). So ließen sich noch andere kleinere Ausstellungen beifügen, die aber den Wert der Arbeit keineswegs verringern sollen; im Gegenteil, die Hoffnung soll ausgesprochen werden, daß die scharfsinnige Arbeitsmethode des Autors recht viele Nachahmer finden möge. ד" ר ב• מ• לוין אוצר הגאונים׳ תשובות גאוני בבל ופירושיהם על פי סדר התלמוד׳ כרך שני מסכת שבת׳ ירושלם תר״ץ׳ נסדר במסדרה 128 S. המיוחדת ״אוצר הנאונים״׳ Dem vorgenannten Werke schließt sich B. Lewin’s zweiter Band seines ״Ozar haGeonim“ würdig an. Diese Sammlung stellt sich die Aufgabe, die in den Schriften der Gaonen verstreut stehenden Erklärungen zum Talmud auszusondern und als fortlaufenden Kommentar zu ordnen. Von berufener Seite (s. Bd. XV S. MO fg. dieser Zeitschrift: Prof. Samuel Klein, ״Die Schatzkammer der Geonim“) ist Anlage und Bedeutung dieses Werkes beim Erscheinen des ersten Bandes dfergelegt worden, weshalb nur hervorgehoben werden soll, daß das dort gegebene Urteil durch den vorliegenden Band vollauf bestätigt wird. Die von Verf. für den hier behandelten Traktat Sabbat geleistete Arbeit ist um so wertvoller, als zusammenhängende Erläuterungen aus gaonäischer Hand zu diesem Traktate nur in geringem Maße bekannt sind und dem Benutzer fast nur durch Lewin’s Exzerpte aus den Responsen zugänglich werden. Auch in diesem Bande findet sich eine große Zahl von Erklärungen, die die Talmudstellen in neuartiger Weise beleuchten. Besonders zu rühmen sind wiederum die ausgezeichnet gearbeiteten Indizes, insbesondere der über die im Werke mitgeteilten Riten. — Erfreulicherweise