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Jeschurun · 1930-05-01 · Heft 5-8 (Mai 1930) · p. Seite 256

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
17 (1930)
Issue
Heft 5-8 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 256 (sequence 74)
Language
German
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256 Beiträge zur historischen Topographie Palästinas Wo lag diese Stadt? In alter Zeit gab es in Palästina eine Reihe von Orten, die hebr. מגדל, aram. מגדלא genannt und zu ihrer Unter- Scheidung mit einem Beinamen zubenannt wurden (vgl. גמדל־אל מגדל־1 * * * מלחא ׳מגדל^״־חרוב ׳מגדד^-גד u. dgl. mehr) ebenso wie es hier heute nicht weniger als 25 Dörfer solcher Namensbildung in den verschiedenen arabischen Formen (Medschdel, el-Medschdel, Medscheidel, Medsch eh in usw.) und eine große Anzahl von Ruinen soleher Namen gibt. Welche dieser vielen מגדל benannten Orte führte den Beinamen der Färber? Joseph Schwarz5 verlegt diesen Ort nach Medschdel am linken Ufer des Tiberias-Sees und auch Neubauer6 sucht ihn in Magdala-Medschdel nordwestlich von Tiberias. Graetz, der noch in der zweiten Auflage seiner Gesch. der Juden7 dieses Magdala mit Magdala der Färber identifiziert, sucht später nachzuweisen, daß מגדל צבעיא im Ostjordanlande lag und mit Migdal bei der Stadt Gadara (מגדל־־*־גדר) in der Nähe des Unterlaufs des Jarmuk identisch sei.8 S. Klein9 stimmt Graetz bei, führt zur Bekräftigung dieser Identifikation noch einige Beweise an und kommt schließlich zum Ergebnis: ״Dieser Ort (das in der Nähe von Gadara gelegene Migdal) wird zuweilen nur מגדל und מגדל גדר genannt, viel häufiger aber ist die Bezeichnung 10. מגדל צבעייא Während G. Theodor in seinem Kommentar zu Bereschith rabba 944 מגדל־־1 צבעייא mit מגדלא gleichstellt, beruft sich I. Löw11 auf S. Kleins 5 Das heil. Land, S. 150. 6 La Geographie du Talmud, S. 217 f. 7 Leipzig 1866, IV. Bd. S. 157. 8 Monatsschrift f. Gesch. u. Wissensch. d. Judentums XXIX (1880), S. 487 ff. 9 Beitr. z. Gesch. u. Geogr. Galiläas, S. 82 ff.;עבר הירדן היהודי S. 59. 10 Beitr. S. 84. 11 Flora der Juden, Wien u. Leipzig 1924, III. Bd. dm Kapitel Rcacia.

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