Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1930)
- Issue
- Heft 5-8 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Tescfiupun 17. Jahrgang 5690 תמוז—אב Mai— August 1930 Heft 5/6/7/8 Die Schranke ברוך הבא בשם ה׳ ברכנוכם מבית ה׳. Wir grüßen Sie, jungen Freunde! Äus dem Hause des Ewigen grüßen wir Sie. Sie kommen im Namen, erfüllt von dem Begriff des Ewigen, das die Religion, die jüdische Religion das überlieferungstreue Judentum im Besonderen darstellt. Sie wollen lernen vom Ewigen zu wissen und das Ewige zu wollen. Das bedeutet überall eine Weitung und Beschränkung. Ueber das eigene Ich hinauszugreifen, es zu erfüllen mit allem, was die Großen der Zeit gedacht, die Willens- Impulse hinauszusenden auf Ziele, die weit hinausreichen über das eigene kleine Ich. Soll all das aber nicht ins Wesenlose zerfließen, dann muß eine Beschränkung erfolgen. Man kann nicht alles wissen, soll nicht alles wollen. Und richtet man auf alles den Sinn, dann bleibt man ohne Mittelpunkt und darum ohne Kraft. Das bedeutet vor allem in der Religion eine Weitung und Beschränkung. E ine Weitung! Ueber alle Erfahrung hinaus ins Reich des Metaphysischen schweifen, auf die letzten Fragen die Antwort suchen. Und im Willen: zu Gott sich emporschwingen, Gott gleich zu sein. Aber eine Schranke ist zu achten. Keiner überschreitet ungestraft die Grenze, die eben im Leiblich-Geistigen des Menschen gegeben ist. Er verliert über das Denken des Letzten über Gott — den lebendigen Gott, er versteigt in seinem hemmungsl