Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1929)
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 281 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Gedol habajith 281 schrieben. Questo e פסק * proprio carattere del. M. Ä. — Nethanel Levi, detto Lore in Pesaro usw. Er war Rabbiner in Padua, Logo, Pasaro, Cinto und zuletzt seiner Geburtsstadt Modena. Er schrieb im hohen Alter eine Einleitung zum Amsterdamer Druck der Totenagende מעבר יבק• (Gir. 273.) 8. Den Abschluß bildet die תשובה des R. Äbram Simson Levi Povini (Gir. 19), מ״צ in Turin unter Sagri. Von ihm sind im פחד יצחק und im שמש צדקה zum אה״ע סי״ג Responsen abgedruckt, die von seiner ungewöhnlichen Demut zeugen. R. Abraham beweist hier mit großer Gründlichkeit, daß beim Tode einer Frau nie der Bruder, sondern nur der Witwer als גדול הבית zu gelten hat. Er läßt die Totenbekleidungs- und die Erubinfrage völlig unbeachtet und entschuldigt sich am Schlüsse mit Worten, die den von Gir. aus einer anderen תשובה Povinis zitierten fast völlig gleichen, dafür, daß er überhaupt zu dieser Frage Stellung genommen: ויהיו דברי אלה אשר דנתי לפני אדוני (הוא ניהו מר רב אסי אשר צוני לדון בקרקע לפניו בנדון זה) למטרד־ז לחצי פלפולו הישר להורורת ובר• Der genannte אס*י ist sein Ortsrabbiner Abraham Sagri. Er entscheidet in der einzigen von ihm behandelten Frage erschwerend. Das Geschlecht, das diese Großen hervorbrachte, ist so spurlos untergegangen, wie es in keinem Lande mit einem jüdischen Gelehrtenstamme geschehen ist. Sie alle waren zugleich Adepten der internsten jüdischen Religionswissenschaft und Kenner aller Wissenszweige ihres Zeitalters. In jeder Zeile ihrer Gutachten verrät sich, mit seltenen Ausnahmen, ebenso gründliche Gewissenhaftigkeit und Gesetzeskunde wie Freude an gefälligem Stgl und würdevoller Aeußerung; dennnoch haben sie auf die Judenheit ihres Landes nicht mit überdauernder Nachhaltigkeit eingewirkt. Ein neues Warnzeichen für das heutige Geschlecht, den Ausgleich zwischen innerer und formaler jüdischer Bildung nie als ein Erreichtes, sondern ewig als eine Aufgabe zu betrachten. l