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Jeschurun · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 197

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Date
1928-03-01
Page
Seite 197 (sequence 80)
Language
German
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197 Die jüdische Geschichtsschreibung im Mittelalter sehiedene Verfasser haben.42 So lässt es sich erklären, dass nach der ersten Aufzählung von Mose bis zu den Saboraim eine zweite von Simon dem Gerechten bis zu den letzten Saboraim und R. Jonatan dem Beender der ״Ma'ase“ folgt. Der Verfasser des ersten Abrisses scheint als eigentliche, autoritative Tradenten in Palästina nur die Patriarchen des Hilleihauses zu betrachten, da er ausser vielleicht43 R. Jochanan ben Sakkai keinen anderen Tanna und ausser R. Jochanan und Resch Lakisch, die er nur nebenbei als palästinensische Zeitgenossen von Rab und Samuel erwähnt, keinen Amora Palästinas nennt. Die nochmaligen Angaben der Patriarchen des Hillelhauses, nachdem der Stammbaum bis zu Hillel II. schon durchgeführt war, dürften spätere Zusätze sein. Für Babylonien bilden die Amoraim und Saboraim die Kette der Tradition. Nur ganz beiläufig werden Exilarchem erwähnt. Der zweite Abriss will nur die Traditionskette der nachprophetischen Zeit angeben, beginnt deshalb erst mit Simon; dem Gerechten. Ihm sind die Nachkommen Hillels nur dann erwähnenswert, wenn sie tatsächlich zu den hervorragendsten Trägern der Ueberlieferung gehören. Er nennt zwar von Hillel an zuerst nur die Patriarchen, aber nur bis Rabbi, bezeichnet ihn und R. Natan als letzte Tannaim, gibt kurz Anfang und Ende der Amoraim an und die letzten Saboraim; dann aber kommt eine genauere Nennung der bedeutendsten Tannaim seit Schammai und Hillel; unter ihnen sind nur drei Hilleliden, R. Gamliel von Jabne, Rabbi und sein Sohn R. Simon, nichtaber sein Bruder, der Patriarch Gamliel III. Bei den Amoraim werden einige der bedeutendsten Palästinenser erwähnt, aber kein Patriarch. Beachtenswert ist ferner, dass der erste Abriss die Amoraimmit genauen Jahresdaten aufzählt, dass er viele ältere Amoraim, sogar R. Jehuda bar Jecheskel, auslässt, dass er aber fast alle Rektoren Pumbedita’s von R. Nachman b. Jizchak bis R. Acha 42) Vgh auch Halevy, Dor. Har. II, S. 227, Anm. 28. 43 Vgl. Anm. 8 und 9.

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