Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Komposition der Sammlungen usw. 111 werden, die in MsH. fehlten182, während natürlich auch diejenigen Aufnahme fanden, die in ihm enthalten sind, aber in keinem der drei Werke stehen. Allerdings durfte sich die Rekonstruktion nicht sklavisch an die Ordnung in den gedruckten Sammlungen halten. Denn abgesehen von offensichtlicher Fehlordnung, die ohne weiteres als solche kenntlich war und von der noch einiges zu sagen sein wird, waren noch mancherlei äussere und innere Gründe für Umstellungen massgebend, auf die, soweit sie nicht für sich seihst sprechen, in den Anmerkungen noch eingegangen werden soll. Selbstredend soll und kann nicht behauptet werden, dass das auf diese Weise hergesteile Verzeichnis nun immer dem Urmanuskript entspricht. Aber die denkbar mögliche Annäherung an die ursprüngliche Sammlung glauben wir in der Tat gefunden zu haben183184. 182) Sie wurden in dem Verzeichnis durch ein Sternchen und m gekennzeichnet. 183) Diese Sammlung, sowie ג״ה und ג״ג sind auch wegen der Schreibung der Worte von hoher Bedeutung: die Pieneschreibung א (aleph) für T (%amez), י (jod) für — (chirek) und ו (waw) für -1 (cholem) wird in den meisten Fällen angewandt. Freilich nicht regelmässig, denn oft findet sich infolge Unachtsamkeit des Druckers auch die gewöhnliche Schreibung. Eine systematische Bearbeitung dieser der mandäischen sehr ähnlichen Schreibweise fehlt bisher (einige Hinweise bietet C. Levias, A grammar of the aramaic idiom etc. Cincinatti 1900); nur die in ג״ק plene geschriebenen Worte sind von I. N. Epstein in seinem genannten Artikel genauer untersucht worden. — Beiläufig sei eine Vermutung mitgeteüt, die allerdings noch einer Nach- Prüfung bedarf, die aber, wenn sie sich als richtig erweisen sollte, zum Verständnis der Schriftdeutung durch den Talmud beitragen könnte. Zu Gen. 1,8 gibt Raschi für שמים zwei dem Midrasch entnommene Erklärungen שם מים und אש ומים. Befremdet schon die Deutung von שם מים, da doch, würde der genaue Wortlaut zu Grunde gelegt, ein מ (mem) fehlte, so erscheint die zweite אש ומים fast unverständlich, da doch das hierfür nötige א (aleph) in שמים überhaupt nicht enthalten ist. Offenbar aus diesem Grunde setzt Raschi an den Anfang dieser Erklärung die Transkription שאמים, um anzudeuten, dass die Weisen das Wort sich derart geschrieben vorstellten, wie es gesprochen wurde. Eine Analogie hierzu ist שאמים in ג״ה S. 103 Nr. 217 (von Lewin S. LIY, Anm. 3 angeführt). — Ebenso ist wohl die Deutung von בי בא השמש jn Gen. 28,11 mit כבת השמש in Midrasch Rabbah Kap. 68,12 zu erklären. (Freilich hat Theodor in seiner Ber. Rab.-Ausgabe an dieser Stelle (S. 187) die La. השקיע statt כבה).