Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1927)
- Date
- 1927-11-01
- Page
- Seite 643 (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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Abstammung und Herkunft usw. 64a lieh erwähnt, dass 1552 sich Juden in der Umgebung von Bukarest aufhalten. Daraus ersehen wir, dass Jaden schon ziemlich stark in den rumänischen Territorien um diese Zeit verbreitet waren. Liessen sie sich doch gewöhnlich zunächst in den Städten und von hier erst in den Dörfern und auf dem flachen Lande nieder1). Wir werden bald noch Gelegenheit haben, soweit noch Zweifel bestehen, aus anderen Dokumenten und Urkunden ihre grosse Verbreitung in diesen Gegenden nachzuweisen. Vorläufig wollen wir die Kette ihres ununterbrochenen Aufenthaltes im Lande weiter verfolgen, wobei wir auch auf solche Juden stossen, die sich infolge des grossen Einflusses der Juden in der Türkei, besonders des Don Josef von Naxos (1566 — 1590) in hohen Stellungen befinden und auch hier grossen Einfluss ausüben. In den Jahren 1570, 1571, 1572, 1586 und 1587 finden wir moldauische Frachtführer im Dienste von Juden; jüdische Agenten schlossen mit ihnen Transport-Verträge ab 2). 1573 war Schaia Sohn Josefs Sekretär beim Wojwoden Alexander Mirczea in Muntenia (Walachai); ebenso war ein gewisser Salomon in Diensten des Wojwoden der Moldau Peter des Hinkenden, den die Pforte auffordert, jenem für geleistete Dienste die Vergütung zu zahlen und von dem Hormuzaky und nach ihm Jorga denken, dass er vielleicht Salomon Tedeschi war. Wie dem aber auch sei, wir finden Juden in hohen Stellungen auch in den Fürstentümern 3). Nun haben wir zu der Vertreibungsurkunde Peters vom Jahre 1579 Stellung zu nehmen. Am 8/1 1579 verständigt er die Kaufleute von Lemberg, dass ein ausserordentlicher Divan beschlossen habe, die Juden aus der Moldau zu vertreiben, weil sie den Handel ganz an sich gerissen *) Responsen d. Rabbi Josef Karo, Saloniki 1598, Nr. 12, S. 122, bei M. Scliwarzfeld, a. a. 0. S. 13. 2) Jorga, Cbilia schi Cetatea-Alba, S. 295; Jorga, Relatiune cu Lemberg, S. 46—50, S. 83—86, S. 91 ff u. v. a; Jorga, Gesch. d. rumänischen Volkes, I. Bd. S. 175 über Juden in Chotin; Nistor a. a. 0. S. 36—7 und 69. 3) Brociner, a. a. O. S. 100, 110 und 123 nach Hazdeu, istoria tolerantei 8. 80 und Venelin, S. 205; Schwarzfeld, a. a.|0. S. 31; Hurmuzaky, Documente privitoare la historia Romanilor, III. Bd. S. 153; Jorga, a. a. 0. S. 6; Berkowltz a. a. 0. S. 51; Salomon Tedeschi-Aschkeny hatte gewaltigen Einfluss bei der Pforte, vgl. Graetz, Gesch. d. Juden, IIL S. 819 ff: