Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 527 (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Komposition der Sammlungen usw. 527 logischer Hinsicht, da sie alle Archaismen, insbesondere regelmassig die Pieneschreibung, beibehalten hat. An Zuverlässigkeit und Umfang steht diesen beiden Sammlungen die in Ms. Berlin Qu. 68592 und Ms. Oxford 1317, 8 (Neubauer I S. 464)93 enthaltene Kollektion nach, die in ג״ק gedruckt und auf Vorschlag Rapoport’s (fälschlich) als die Sammlung des R. Josef Tob Eiern (s. ob. S. 330) ausgegeben worden istr Die Sammlung wurde aus dem Berliner Manuskript besorgt, jedoch in recht unzuverlässiger Weise, so dass I. N. Epstein (in Jahrb. d. Jüd.-Lit. Ges. 1911 Bd. IX S. 214 ff.) auf Grund einer Kollation eine Fülle von unrichtigen Lesungen der Edition zusammenstellte. In dieser Abhandlung ging E. auf die Komposition dieser Sammlung ein und wies auch auf unrichtige Anordnung des Textes in dem Drucke hin, so dass sich eine nochmalige Behandlung erübrigt. Nur ein Teil der in ג״ק veröffentlichten Rsp. ist übrigens den Gaonen zuzuschreiben94. Von höchster Bedeutung jedoch sind die Rsp., die durch mühsame Sichtung des ungeheuren Materials der Geniza in Kairo95 gewonnen worden sind; nur sind sie als Folge ihres Ursprunges lückenhaft. Die Sammlungen waren, wie insbesondere die von Ginzberg herausgegebenen תשובות הגאונים 92) In dieser Kollektion sind פירושים häufig, nämlich 8—12, 33—45, €8—90, 94—105, 108-118 und 133—137. 93) Obwohl nur Abschrift aus dem Berl. Ms., besitzt es deshalb einen gewissen Wert, weil dieses jetzt unvollständig ist, vgL Epstein 1. c. 94) Die Nrr. 67—69 erklärt Ep. deshalb für g&onäisch, weü sich In ihnen die Wendung בך הראוני מן השמים findet. Indes kommt diese Wendung auch in späteren Rsp., z. B. in denen des ר׳ גרשום, vor. Bediente sich ihrer auch רשב״א? Jedenfalls steht sie in seiner Rsp.-Sammlung IV S. 63 c. 95) Der grössere Teil dieses für die Kenntnis des gaonäischen Schrifttnms höchst bedeutsamen Fundes befindet sich in der Universitätsbibliothek von Cambridge. Der Rest wurde grösstenteils von der Bodlej&na in Oxford, dem Jewish Theological Seminary in New York (Sammlung Elkan Adler), dem Dropsie College in Philadelphia (vgl. hierzu Halper, Descriptive Catalogae of the Geniza fragments, 1924; und der Bibliotheque du Consistoire in Paris (Schwab, Katalog in REJ.) erworben.