Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 487 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 487 geschehen, und so werden wir in die ersten Jahrzehnte des 1. Jahrhunderts geführt. In die gleiche Zeit weist auch das Zusammensein R. Haninas und Rabban Johanans in ‘Arab. Letzterer hat nach der tannaitischen Ueberlieferung das hohe Alter von 120 Jahren erreicht28. Er war — so heisst es dort — 40 Jahre Kaufmann, 40 Jahre studierte er, 40 Jahre war er Führer Israels. Die letzte Angabe bezieht sich auf seine Tätigkeit als zweiter Vorsitzender des Bet-din in Jerusalem, und nach 70 in Jabne. Dass die Zahlen übrigens als runde zu verstehen sind, darf sicher angenommen werden; ebenso auch, dass die Studienjahre und die Jahre der kaufmännischen Tätigkeit nicht je eine Epoche für sich bedeuten. Er wohnte in ‘Arab 18 Jahre29 und war damals schon als Lehrer geschätzt. Aber diese Jahre gehören doch der Zeit seiner kaufmännischen Tätigkeit an, da sie den 40 Jahren seiner öffentlichen Wirksamkeit jedenfalls vorangingen. Somit hat er etwa um 20 in ‘Arab gewohnt. — Einen seiner Zeitgenossen aus Sogane Suchnä haben wir oben (S. 27) kennen gelernt. Ein gelehrter Kaufmann, gleich Rabban Jofeanan war der gesetzeskundige Galiläer Eleazar, der etwa um 44 den adiabenischen Prinzen Izates über die Bedeutung des Gesetzes der Beschneidung belehrt 30. Den letzten Jahrzehnten vor der Tempelzerstörung gehört auch Abba Jose Halifküri aus dem unweit Hefa gelegenen טבעלן, heute gleichfalls Taba'ün genannt, an. In der Mischna31 führt Rabbi Josua (der noch im Tempel als Levit Dienst leistete) eine Halacha von ihm an. Er war also jünger als Abba Jose 32. Dieser wohl nicht allzu grosse Ort des südwestlichen Galiläas 2יי) Sifre Deut. 367. 29) j Sabbat Ende XVI. 30) Pal. Stud. I 24 (wo es 44״ nach“ heissen muss). S. ferner P 0 8 n e r, Jeschur an XI, 473 f. und meine Bemerk, ebd. 438 f. 3 ) Machsehirin I 3. 32) חליפקורי (so ist mit Seder haddorot zu lesen) ist Beiname (כנוי) und bedeutet: ״Statt קורי — dies war der Name des verstorbenen Bruders — geboren״.