Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 484 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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484 Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 des Ortes Hirbet Gamle oder El-Jehödlje südlich vom Berge bezeichnen dürfte16. Um auf den Fall des Ezechias und seiner Genossen zurückzukommen, so sei noch auf jene Worte im Berichte des Josephus hingewiesen, wo er erzählt, die Mütter der Gemordeten liessen nicht nach, Tag für Tag im Tempel zu Jerusalem den Hyrkan und das Volk zu bitten, Herodes vor dem Synedrion zur Verantwortung zu ziehen. Das zeigt, dass galiläische Frauen den Tempel zu besuchen pflegten. — Dies wird durch eine spätere palästinensische Aggada bestätigt, die offenbar übertreibend den Töchtern — d. b. den Frauen — von Z i p p 0 r i nachrühmt, sie hätten allwöchentlich den Sabbat im Heiligtum verbracht. In gleichem Zusammenhang werden noch zwei andere galiläische Städte erwähnt, und zwar M i g d a 1: מגדל und M a h 10 1: מהלל. Aus Migdal war der Held mehrfacher Legenden, der Schulmeister Nakkaj, von dem gesagt wird, er hätte jeden Vorabend des Sabbats seinen Wochenabschnitt in Jerusalem gelesen. Aus M a h 101 stammte ein Mann namens פיטורי (?), dem Aehnliches, wie den Frauen von Zippori nachgerühmt wird17. — Eine in anderem Zusammenhang angeführte Aggada18 erzählt von den Bewohnern einer Stadt, sie hätten dem Heiligtume gewidmete Spenden nach Jerusalem hinaufgeführt. Nur der arme Gelehrte K. Hanina b. Dossa hatte nichts als einen grossen Steinblock dem Heiligtume zu weihen; dieser wird auf wunderbare Weise durch Engel nach Jerusalem gebracht. Wir werden den genannten Lehrer in Arab ערב (s. oben S. 2) kennen lernen; seine Zeit ist die der Herrschaft von Herodes, und da die Bewohner dieser galiläischen Stadt ihre Weihgeschenke zum Bau19 des Tempels nach Jerusalem hinaufführten, so dürfte die 16) MGKWJ 1917, 14,1; Dal man, Orte, 10 Anm. 2. 17) j Maas. sch. V (66 a), Echa r. 3,9. Ueber Nakkaj s. Beiträge 88 Anm. 5. 18) Kohelet r. am Anfang. 19) Darauf weist eben der grosse Steinblock des B. Hanina hin, den er in einen für den Bau geeigneten Zustand gebracht hat: שבבר. וסתתה ומדקה ואמר הד* עלי להעלותה לירושלים