Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 480 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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480 Schöpfung und Natur Schaft hört, kritiklos und autoritätsgläubig annimmt, die ohne den Fonds einer von der Tradition beherrschten Erziehung, ohne die festen Schranken, die ein gesetzestreues Milieu gibt, nur allzuschnell die Beute der ersten besten destruktiven Lehre wird. Es ist nicht die Jugend, die sich mit dem Schlagwort תורד. עם דרך ארץ abspeisen lässt, recht zufrieden ist, dass sie an allen Fortschritten der Kultur teilnehmen darf, wenn nur die Formen der Gesetzestreue gewahrt werden, oder jener Verbin־ düng Genüge zu tun glaubt, wenn sie äusserlich und unbeteiligt der Wissenschaft ihren Tribut gezollt, am wenigsten die Jugend, die glaubt, es komme nur auf das gesetzestreue Handeln an, dem ״Meinen״ aber wären keinerlei Schranken gesetzt. Es sind jene Jünglinge, die von Liebe erfüllt zu unserer תורה, von einer unstillbaren Sehnsucht nach der rechten ייראה, Stunden und Stunden widmend den Versuchen zur jüdischen Vollkommenheit zu gelangen, mit innerer Anteilnahme an wissen־ schaftlicher Arbeit sich mühen. Ihr Bestes ist die Ehrlichkeit des Strebens, die Ehrlichkeit der Gesinnung, die ihnen verwehrt, das bequeme Zweiseelen-System in ihrem Innern aufzurichten. Sie wollen ganz sein vor dem Ewigen, ihrem Gotte. אשרי תמימי דרך Heil denen, die ganz im Wege sind! J. W.