Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 447 (sequence 119)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücherbesprechungen 447 Axt an deD überlieferten Text unserer heiligen Schrift zu legen, und nach Herzenslust zu korrigieren und zu deuten. So wird moderne Bibelexegese getrieben. Da muss die heilige Schrift tatsächlich ausrufen: לא ידעתי נפשי {שמוך1י »ich erkenne mich selbst nicht mehr!“ ... S. G. ס&ר אבודרהם, חברו רבבו דוד ברבי יוסף אבודרהם בעיר אישביליא בשבת ה׳ ומאה ליצירה תוצאה חדשה מוגהת ומתוקנת . . . ערוך ומסודר עם תקינים וציונים . . . באור ומראה מקומות ... וגם מבוא גדול . . . על ידי חיים יהודה ע ה ר ע נ ר י י ך Heft I. הרב לקה״י דעווא יע״א ק ל ו י ז נ ב ו ר ג. בדפוס ווייבשטיין עט פרידמאן Zu den klassischen Werken der jüdischen Liturgie zählt unbestritten das unter dem Namen ״Sefer Abudraham“ bekannte Werk von R. David Abudraham aus Toledo, eines Schülers des R. Jakoh ben Ascher, des Yerfassers der »Turim“. Das Werk, aus dem alle führenden Dezisoren geschöpft haben, erlebte mehrere Anflagen (die letzte und neunte erschien 1877). Aber ״babent sua fata libelli“. Die verschiedenen Auflagen üherboten sich förmlich, wie kaum bei einem anderen Buche, an Druckfehlern und Fortlassung von Sätzen, Zeilen, ja sogar ganzer Abschnitte. Nun liegt ein Teil einer neuen Ausgabe vor uns, die als besonders geglückt bezeichnet werden kann. Der bekannte Bearbeiter des ״Pardes“ von Raschi, Rabbiner Chajim L. Ehrenreich aus Deva (Rumänien), hat sich die Herausgabe einer kritischen, gründlich bearbeiteten Neuausgabe des »Abudraham“ zur Aufgabe gestellt. Mit den erforderlichen, umfassenden Kenntnissen ausgerüstet, hat er nicht nur den Text korrekt gestaltet, sondern auch in kritischen, ausführlich erläuternden Anmerkungen einen Quellennachweis und Kommentar von besonderem Reichtum hergestellt. Rabiner E., durch scharfsinnigen und historischen Blick ausgezeichnet, hat in seiner Arbeit fast die ganze einschlägige Literatur (vom Talmud bis auf die Neuzeit) verwertet und viele Fragen wissenschaftlicher Natur gut beleuchtet. Die lapidare Darstellung R. David Abudrahams wird von einer bewährten sachkundigen Hand erläutert und gut ergänzt. Sorgfalt und Akribie, Methodik und Wissen sind die Merkmale dieser gross angelegten Arbeit, die auf Basis der sorgfältigen editio princeps (Lissabon 1489) und der Vergleichung mit einer Jerusalemer Handschrift durchgeführt wurde. Der Herausgeber, der bis jetzt erst etwa ein Viertel des Werkes (260 S.) veröffentlichen konnte, verspricht auch, eine ausführliche Einleitung über die Geschichte der Liturgie im allgemeinen und des Werkes und seines Verfassers im. besonderen zu geben, der man mit Interesse entgegensehen darf. Samuel Grünberg.