Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 407 (sequence 79)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Komposition der Sammlungen usw. 407 Bearbeiter annahmen 87, fortfallen wird; hierdurch werden auch die scheinbar gesicherten, in Wirklichkeit aber oberflächlichen Zitierungen in Mll.’s Einl.88 in ihrem Werte stark beeinträchtigt. Schwierigkeiten bei der Feststellung ihrer Echtheit schaffen solche Grsp., die sich in Werken der Rischonim Anden. Wenn sie nur ihrem Inhalte nach in den Begründungen herangezogen werden und demgemäss nur einen Teil des im Responsum Ausgeführten wiedergehen, so lässt sich über den Originalwortlaut kaum etwas mutmassen. Hingegen dürften die meisten wörtlich angeführten Grsp. auch wörtlich so gelautet haben, ganz besonders dann, wenn sie nicht innerhalb von Responsen der Rischonim, sondern als selbständiges Ganzes mitgeteilt werden. Allerdings kann zweifelhaft sein, wie sie an diese Stelle geraten sind, ob sie von den sie benutzenden Rischonim selbst oder erst von den Abschreibern den Sammlungen eingefügt wurden89. Letzteres scheint indes nur dort zu befürchten sein, wo •entweder das Responsum eines Gaons anonym übermittelt wird, oder wenn die Teschuboth nicht einem Rischon40, sondern verschiedenen, noch dazu ungeordnet, angehören, da Sie in diesem Falle sicher von einem Abschreiber herstammen. Wenig einleuchtend kann jedoch eine solche Annahme dort sein, wo Responsen eines bestimmten Rischon znsammengestellt sind und trotzdem mitunter einige einem bestimmten Gaon zugeschrieben werden; hier hätte der Sammler (oder Abschreiber) sich zweifellos vor der Uebernahme eines solchen Fremdkörpers gehütet. So bieten diese Sammlungen noch zahlreiche Unklarheiten41, nicht nur in Bezug auf ihre textliche Behandlung, sondern auch 87) Insbesondere in seinen Anm. zu seiner e'n-Ausgabe stellt Mil. ab« weichende Angaben gegenüber ש״צ fest. 88) Schon Ginzberg (Geonica I, 184 Anm. 2) weist auf die Bedenklich« keit der Mil.’schen Namensangabe bin. 89) Schwer miteinander in Einklang zu bringen, ist die Ansicht MlL’s im Vorwort zu seinen ,תש, חכמי ובו S. VII, derzufolge das Vorkommen von Grsp. in Rsp.-Sammlungen von Rischonim uneingeschränkt auf die Schreiber zurückznführen, mit der anf S. XXXVII vertretenen, durch keinerlei Beweis gestützten, nach der die in den Sammlungen von Rsp. des R. Gerschom stehenden Grsp. in jenen selbst gestanden hätten. 40) Dies ist beispielsweise in חמים דעים der Fall, vgL Anm. 24. 41) Sie bestanden schon in früherer Zeit, so machen Zunz, die Ritas etc. S. 193 und Weiss a. a. 0. S. 18 darauf aufmerksam, dass in einem in V. 7,17 abgedruckten Rsp. eine vom Fragesteller R. Saadja bzw. R. Amram in den Mund gelegte Aeusserung vom Gaon in seiner Antwort als auf ihren Namen gefälscht bezeichnet wird, und ferner R. Josef ibn