Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 374 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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374 Galiläa von der Makkabäeizeit bis 67 Bevölkerung, und besonders nach 70, sich hier niederliess. — Die Schreibung סכנין wird uns nicht überraschen; sie gibt die in Galiläa häufig erscheinende Nunation (wie etwa צפורין für צלמין; צפורי für צלמי־) wieder. Wir haben oben einen wichtigen Bericht bezüglich כפר סוגנא■ von R. Jehuda vernommen. Nun erzählt eine tannaitische Stelle25: Es geschah, dass R. Jehuda seinem Sohne in 3 סבני (Var. ספנית) sagte: Geh’ und hole uns gespaltene Feigen26 aus j dem Fasse! Er ging und fand das Fass vom Honig überfliessend. 1 ^Vater — sagte er — es ist ja voll Honig!“ ״Steck’ doch tief j die Hand hinein und du wirst die Feigen herausholen!“ lauteten 1 hierauf die Worte des Vaters. Mit Recht wurde daher auf Sichni und seine Nachbarorte (חברוודה) das Schriftwort: ״Er liess es Honig aus dem Felsen saugen“ (Deut. 32,14) angewandt. Somit war dieser Ort eine Zeitlang Wohnort des R. Jehuda, woselbst er die oben besprochene Tradition bezüglich כפי סוגנא erfuhr27. — Auffällig ist, dass neben den Feigenbäumen nicht auch die Weinstöcke des Ortes gerühmt werden. Aber aus : Menahot VIII 11 erfahren wir, dass der Wein nur zweitbester 1 Qualität war, und ferner, dass die Weinerzeugung vor allem mit Rücksicht auf den Altardienst betrieben wurde. Nach der Tempelzerstörung wurden an Stelle der Weinstöcke hauptsächlich Feigen gezüchtet. — Die Variante des Namens סכנית, die wir im Berichte über R. Jehuda beobachten, findet ihre Entsprechung bei dem obergaliläischen Ortsnamen 28תבנין תפנית. In der vorhin genannten Mischna war die Ebene von כפר סננאgenannt. Ueber diese — בקעת סכני — wird an anderer -Stelle gesagt, sie habe ״fette Erde“29. Dabei erscheint sie in 2י) Sifre Deut. 316, Midr. Tannaim 19231, j Pea VII 3. 26) קציעות vgl. dazu Löw, Flora II, S. 243. 27) Dort mag er noch manche seiner galüäischen Traditionen gehört ,haben, so z. B. die in M Sabbat XVI7, XX 3 betreffs R. J. b. Z. im benacb- - barten ‘Arab; ebenso Tos. Gittin II10 bezüglich eines ״Töpfersohnes11 ’ 80) בן קדארוד ist das Wort zu lesen) im selben Orte. VgL ferner seine Mittel- ר ,langen über צלמון unweit ס׳: Beiträge 87f. ' 28) Hildesheimer, Beiträge 22 f. i 29) Tos. Nidda III11, b 20 a. J