Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 312 (sequence 106)
- Language
- German
- Belongs to
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312 Weitere Beiträge usw. Hebräischsprechenden hat immer <0 geklungen. Das steht ebenso fest, wie der diphtongische Charakter des ר bei der aschkenasischen Gruppe. Das sefardische, das immer schon ein Auslandshebräisch war, synkopierte die Diphtonge, ähnlich wie heute das Arabische in Aegypten. C. Uebersicht. Diphtongisch klingt heute das Cholem I. au bei Westaschkenasim Zweig Litauen Ostaschk., Zw. Polen Ungarn (Moiiwach מוח) II. äo bei Jemeniten. III. Undiphtongisch ö (geschlossen) bei Westsefardim ö (offen) bei Sef., soweit unter Völkern mit nur offenem ö ansässig. Ueber Persien, Daghestan, die Samaritaner und andere abgesprengte Gruppen vgl. die einschlägigen Tabellen von Idelsohn. Soweit oben bei den Darstellungen der Transskriptionen nach Wutz von einer Transskr. des Cholem oder des Segol die Rede war, ist damit selbstredend nicht die heutige Vokalfigur samt ihrem entsprechenden Namen gemeint, sondern derselbe Laut, wie er den LXX überliefert war, die wohl keins der heutigen Punktationssysteme besassen. Wie Jesch. X 1/2 S. 66ff. gezeigt, ist legitime Erbin des Vokalisationssystems, das der LXX zugrundeliegt, nicht die heutige sefardische, sondern die inzwischen mit grossen Veränderungen zum Jemen und zu den Samaritanern abgewanderte Aussprache. Dennoch kann späterhin die gegenseitige Einwirkung zwischen LXX und dem sefardischen Sprachkreis gross gewesen sein*). *) Vgl. auch das inzwischen (Kohlhammer, Stuttgart 1927) erschienene Werk Kahles über ״Masoreten des Westens“, das dem״ nächst in diesem Zusammenhänge gewürdigt werden soll.