Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1926)
- Date
- 1926-09-01
- Page
- Seite 512 (sequence 68)
- Language
- German
- Belongs to
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512 Der Stern der Erlösung eine gleicht dem zentralen Feuerherd des Sterns, der die Glut der Erlösungsmächte, das ewige Leben eingepflanzt in sich trägt, das andere folgt den Strahlen des Sterns, die in die Weltweite hinabschiessen, es durchleuchtend und durchwärmend, das immer die Feuersglut des inneren Sternes hinter sich im Rücken lässt, und nun den מewigen Weg״ des Aussen, die weite Welt zu durchmessen hat, bis dass die Strahlen alles durchglüht und durchleuchtet haben. Rosenzweig wagt alsdann die letzte Frage: die Frage nach der Wahrheit. Da bekennt er demütig nur Gottes des Ewigen, der das Feuer und die Strahlen zugleich sieht, dem die Erlösung nicht jünger ist als die Schöpfung, ist die ganze Wahrheit. Uns Menschen ist aber ein Teil der Wahrheit ״zuteil״ geworden, dass wir hier bewähren, zu dem wir durch unser Leben das Wahrlich, das Amen sprechen sollen, im Vertraun zu dem, des Siegel Wahrheit ist. Gott lässt uns Sein Antlitz, den ganzen Stern der Erlösung, leuchten, um uns Friede zu geben; d. h. Er lässt uns, den schauernd die göttliche allumfassende Schau Erahnenden Erleuchtung finden in dem Gedanken, dass die ganze Wahrheit in Seiner Hand gewährleistet ist; in Seinem Lichte schaun wir Licht. Mit dem Psalmsänger zu sprechen: Es erheben Ströme des Alls, des göttlichen Alls Ströme erheben machtvoll ihre Stimme; immer erneut tönen Ströme uns ihre Brandung in Wirken und Werken zu; vom unendlichen Wogen und Wallen erklingt gewaltig eines ganzen Meeres Brausen: gewaltig allein ist Gott in der Höhe! Wir selbst möchten uns in der Würdigung dieses Schlussteiles möglichste Zurückhaltung auferlegen. Die fast dichterische Sprachkraft seiner Darstellung würde in nüchterner Wiedergabe zu viel ihres einzigartigen Zaubers verlieren. Seine Worte wollen weniger erhoben, doch destomehr gelesen sein. Nur wenige Winke zur Erleichterung des Verständnisses seien verstattet. Durch die sechsteilige Gestalt des Sterns treten die ״Elemente“ in je dreifacher Gestalt auseinander, die wir z. T. bereits im Früheren gekennzeichnet haben. Gott: erst als strenger, machtvoller Schöpfergott, ferner als lebender Offen-