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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 382

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 382 (sequence 50)
Language
German
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382 Eine messianische Bewegung usw. im Judentum? Gewiss nicht! Die Kinder jüdischer Frauen aber sehnten sich wieder danach das Judentum anzunehmen. Das Gesetz, beeinflusst von Antipathie gegen die Palmyrener, war dagegen. Der palästinensische Talmud11) berichtet vier Einzelheiten, die unsere Kenntnisse über die Begebenheiten in dieser Zeit bereichern. Die erste Erzählung berichtet von einem Ulla b. Koschab (קלשי), der von der Regierung verfolgt wurde, und in Lydda, in der Stadt des R. Josua ben Levi Zuflucht suchte. Die Regierung liess die Stadt mit Heeresaufgebot umringen und drohte die ganze Stadt zu zerstören, im Falle man den Flüchtling nicht auslieferte. Ueber b. Koschab 12) wissen unsere Quellen nichts zu berichten. Er wird eine bedeutende Persönlichkeit, und sicher kein Verbrecher gewesen sein. Wahrscheinlich war er in die Angelegenheiten der messianiscben Partei verwickelt oder stark kompromittiert. Diese Annahme wird auch durch die Rüge des Elijahu an R. Josua ben Levi unterstützt. In der zweiten Erzählung wird R. Issi in םיפסיפיוז gefangen genommen und Simon ben Lakisch rettet ihn. In der dritten Begebenheit wird die Königin ausdrücklich erwähnt. Hier handelt es sich um זעיר בר חנעא, der seine Errettung R. Ami und R. Samuel (vielleicht b. Isaac) verdankt. Die Gelehrten erscheinen vor Zenobia in סייפסיפיה. Wo ist dieser Ort und das ebenfalls erwähnte אפ״פסירוס zu suchen? Nicht nur in Palästina, sondern auch in Babylonien hat man die Palmyrener, wegen ihres Verhaltens den Juden gegenüber verurteilt. R. Jehuda b. Ezechiel bemerkt, dass man am Tage von Tarmods Niederlage einen Feiertag feiern wird13). Beide, R. Jochanan und R. Jehuda, dürften noch den Sturz Palmyras erlebt n) j er. Terum. 8. 4, die letzte Erzählung gehört schon dem Zeitalter des Diocletian an. 12) Gen. r. 94. 9. hat Uila b. קישר. Es wird nicht deutlich gesagt, dass Zenobia, oder ihre Regierung den Mann verfolgte, dass daraus zu schliessen wäre, dass R. Josua ben Levi noch zwischen 267—273 am Leben war. s. Graetz, Gesch. 299. Bacher, A P A. I. 128. 1. 13) b. Jeb. 17 a עתידין ישראל דעבדי יומא טבא בי הרבי הרמוד.

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