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Jeschurun · 1926-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1926) · p. Seite 334

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1926)
Date
1926-07-01
Page
Seite 334 (sequence 2)
Language
German
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334 Der Stern der Erlösung Es ist nicht eigentlich ein jüdisches Buch, aber das Buch eines J u d e n; der nie verleugnet, dass er Jude ist. Und doch wieder ganz andersartig als sonst jüdische Bücher. Rosenzweig ist einer der edlen Heimgekehrten, einer der von Aussen kam und durch Gottes Gnade unter dem Einfluss des seligen N. A. Nobel in Frankfurt bis ins Zentrum des Judentums vordrang. Ein Führer, der jetzt spricht: nun weiss ich, dass der Ewige grösser ist als alle Götter. Er hat die geistige Welt durchmessen als Philosoph vom Fach, als selbständiger Denker. Er war Schüler Hermann Cohens. Er hat den Höhepunkt der deutschen Philosophie von Kant bis Hegel, die Grossleistung des kritischen Idealismus und seine Neubelebung durch die Marburger Schule forschend erfasst und dann den philosophischen Sturm und Drang in Schopenhauer, Nietzsche und den Modernen miterlebt. Er ist literarisch auf die ganze bunte Fülle der Weltliteratur eingestellt, die das Merkmal des jetzigen Büchermarktes ausmacht, und hat als Philosoph sich immer gefragt: aus welcher letzten Einstellung zum Weltganzen fliessen die Gedanken der Völker. In allem schaute er das Selbstzeugnis der mit den Rätseln des Daseins um Gott ringenden Menschenseele, des Name gross ist bei den Völkern vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang. Und endlich, schon ein Reifer und Vollendeter der Seele, hat er ins Buch der Bücher Eingang gefunden, er blickt es an mit den neuen staunenden Augen dessen, dem es nicht selbstverständlich ist, und hört mit hellhörigem Geiste den ״kosmischen Sinn“, den unendlichen Gehalt aus dem einfachsten Worte heraus. Wer immer wie wir mit dem Meer der Thora vertraut war, der schwimmt oder segelt durch die Fluten, nicht fragend ob sie flach oder tief sind; Rosenzweig lotet erst vorsichtig in die Tiefe und zeigt uns zu unserer Ueberraschung, über welche unsäglichen Abgründe der Flut wir uns fortzubewegen gewöhnt sind. Sein eigentlicher Ausgangspunkt, von dem er in den Ozean der Gedanken abzustossen unternimmt, ist das Weltbild des

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