Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- Seite 331 (sequence 107)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Bücherbesprechungen 331 חידושי אגדות zu Baba bathra 15 b gegeben, welche Talmud- St eile übrigens Fiebig statt der sekundären Quelle des Jalkut hätte zitieren sollen. Alle diese Ausstellungen sollen die Bedeutung der Schrift Fiebigs nicht schmälern. Mit seinen Arbeiten erwirbt er sich das Verdienst, dass er durch seine Forschungen immer mehr den Beweis erbringt, wie sehr das Hebräisch-Aramäische durch die Sprache des Neuen Testaments hindurch scheint und wie stark auch im Bezug auf den Inhalt der Einfluss rabbinischer Denkweise sich geltend macht. Gerade weil er mehr als irgend ein anderer objektiv vorgeht und niemals polemisch wird, weil er sich stets bewusst ist, wie wichtig die gründliehe Kenntnis der talmudisch-midraschischen Literatur zur Aufdeckung des Tatbestandes ist, sind die Mängel in seinen Ausführungen zu zählen. Auch jüdischen Lesern, die für die Berührungen in den Quellen jener religionsgeschichtlich bedeutsamen Zeit Interesse haben, ist die Lektüre seiner Bücher zu empfehlen. J. W. Jeorcjski Altnanach za-god. 5686 (Jüdischer Almanach für das Jahr 6686) Vrsac 1925. [Verlag des Rabbinerverbandes des Königreiches S. H. S. — (Vrsac) Jugoslawen]. Ein Sammelwerk populär-wissenschaftlicher Beiträge, das sich auf fast alle Zweige der jüdischen Literatur erstreckt. Eine Anzahl von Rabbinenj aber auch einzelne führende Persönlichkeiten des jugoslavischen Judentums haben daran mitgearbeitet Naturgemäss tragen die einzelnen Artikel je nach der religiösen Einstellung des Verfassers verschiedene Färbung, sind aber im Grossen und Ganzen konservativ eingestellt. Es ist dies m. W. die erste derartige jüdisch literarische Erscheinung hierzulande• In serbokroatischer Sprache geschrieben, hat es den Vorzug auch das nichtjüdische Publikum Jugoslaviens auf das Geistesleben des Judentums aufmerksam zu machen. Es kann hier natürlich nur das hervorgehoben werden, was von allgemein jüdischwissenschaftlichem und religiösem Interesse ist. — Dr. L. Schick plädiert für die Herausgabe einer Geschichte der Juden in Jugoslavien, wofür er einiges Material liefert und wertvolle Winke für weitere Forschungen auf diesem Gebiete gibt. Dr. H. E. Kaufmann behandelt in geistreicher Weise den Wesensunterschied zwischen ״Rebbe und Wunderrabbia. Wertvoll ist die Arbeit Dr. H. Schulsingers, die die Rechts- und Wirtschaftsverhältnisse der Juden in Steiermark, Kärnten und Krain von 1371 bis 1496 behandelt, für die er Israel Isserleins: תרומת הדשן und פסקים וכתבים fleissig benutzte. Dr. M. Levy gibt eine Skizze vom Leben nnd Wirken des Sarajevoer Chachams David Pardo 1792—14 ל1) ז״ל), Verfassers verschiedener talmudischer Werke. Dr. J. Diamant gibt seine Forschung über die älteste jüdische Gemeinde Kroatiens. Landesrabbiner Dr. Isak Alkalay liefert Beiträge