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Jeschurun · 1926-03-01 · Heft 3-4 (März 1926) · p. Seite 196

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
13 (1926)
Issue
Heft 3-4 (März 1926)
Date
1926-03-01
Page
Seite 196 (sequence 88)
Language
German
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196 מלמד להועיל HoffrnanDs Niederungen der Tiefe führen. Eine solche Auffassung steht aber im Gegensatz zu der anderen Vorstellung, die uns aus der Beobachtung in der Natur und aus den Erfahrungen der Geschichte sich aufdrängt, nach der wir eine Entwickelung vom Niederen zum Höheren wahrnehmen, eine zielstrebige Entfaltung alles Seins zu immer grösserer Vervollkommung. Diese Auffassung könnte man zu der der spekulativ-idealistischen Philosophie stellen, jene mehr zu den Emanationstheorieen, nach denen ja jede neue Entwickelungsstufe eine stärkere Trübung involviert, immer weiter von der Reinheit des Ursprungs abführt. Man könnte hier von einer Antinomie sprechen, wenn auch nicht im streng logischen Sinne. Der ständige, ununterbrochene Aufstieg zum Höheren ist ebensowenig auszudenken, wie das immer und imme? wieder sich fortsetzende Hinabsinken. Und wie es mit Antinomieen geht, sie führen zu Postulaten. R. Bechai ihn Pakuda stellt ein solches Postulat auf, als einzig mögliches Ergebnis aus der Antinomie, die der Widerspruch zwischen der göttlichen Allmacht und der menschlichen Willensfreiheit uns aufgibt: Handle immer so, als ob du völlig frei wärest, denke von Gott immer, dass er der Allmächtige ist. Analog könnte man für die angeregte Frage sagen: Die Generationen haben immer so gehandelt, ihre ganze sittlich-religiöse Einstellung war immer in dem Sinne orientiert, dass die Vollendung in der Zukunft liegt, sie haben aber ihr Verhältnis zu den vergangenen immer so aufgefasst, als ob diese Heroen und sie Epigonen wären. Das findet nun seine besondere Anwendung auf das Verhältnis des Schülers zu seinem Lehrer in der Thora. Je bedeutender der Schüler, desto mehr empfand er sich als ein Nichts dem Lehrer gegenüber. Nimmt ja die Pflicht der Ehrerbietung, die man dem רבו מובהק schuldet, eine ganz exzeptionelle Stellung ein, die den Vorlritt selbst gegenüber der Elternverehrung hat (vgl. Jore dea § 242) Und so energisch oft die Polemik des Schülers sein kann in sachlichen Ausführungen — sie wird auch balachisch zugestanden1) — das Gesamtempfinden bleibt doch das eines unendlichen Abstandes. *) Vgl. Jore dea 242,3 אבל מותר לחלוק עליו באיוה פסק או הוראה אם יש לו ראיות והוכחות לדבריו שהדין עמו besonders interessant der Auszug aus שו״ת חוט השני

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