Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1926)
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 1 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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13. Jahrgang 5686 אדר — שבט Januar—Februar 1926 Heft 1/2 Die neue Bibelübersetzung. Was müsste die Bibel für den Juden sein? Alles! Was ist sie in Wirklichkeit — zum Mindesten für den grössten Teil des Westjudenheit —? — Nichts!. Wir sind das Volk des B u c h e s, und alle Versuche uns diese Wesenheit unseres Volkes zu rauben, sind kindlich und kindisch, weil sie eine Auflehnung bedeuten gegen die gewaltigen Ströme des Unterbewussten, die seit fast vorgeschichtlichen Zeiten unsere Volksseele durchfluten und zu unendlichen Wassern zusammengeflossen. Versuchet nur sie auszuschöpfen, sie abzulenken, ihrem Druck euch entgegenzustemmen! Ja, alles war die Bibel für den Juden und ist sie noch dort, wo der Jude eben Volljude ist. Sie bestimmt sein Denken, beherrscht sein Fühlen, regelt sein Wollen. Denn wie mannigfach verschieden auch die Auswirkungen sein mögen, die das Wort der Bibel in Halacha und Aggada, in Philosophie und Kabbala, in Umbildung und Entfaltung jüdischer Lehre und jüdischen Lebens erfahren — was nur den Juden zum Juden macht, was ihn in Freud und Leid erregt und bewegt, was ihm bald sein Schicksal zum Problem gestaltet und ihn bald emporhebt zur stolzen Höhe selbstsicheren Seins, Zerrüttung und Ausgeglichenheit, die ganze reiche Fülle des Einzel- und Volkslebens, alles wurzelt dem Juden in der Bibel. Und was ist die Bibel in Wirklichkeit einem grossen Kreise der Westjudenheit, und eine Verirrung des jüdischen Nationalbewusstseins hat es zu Wege gebracht, dass man sagen kann: auch einem Teil derer im Osten? Nichts! Der Typ 1