Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1925)
- Date
- 1925-09-01
- Page
- Seite 349 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Deuesten Kämpfe usw. 349 Die neuesten Kämpfe um den Wert der Septuaginta*). Von Geheimrat Ed• König in Bonn. Es ist noch nicht lange her, da stand das Urteil über den Wert der Sept. für die alttestamentliche Textkritik weithin fest. Die meisten sehen in ihr ein viel geltendes Korrektiv für den Text des A. Ts. So konnte man es ja, um ein einziges Beispiel herauszugreifen, hauptsächlich in den Anmerkungen zu Kittels Biblia Hebraica (1913) beobachten. Während deshalb in diesen Zeiten über die Frage nach der textgeschichtlichen Wichtigkeit des griechischen A. Ts. eine verhältnismässige Stille herrschte, sind neuestens Autoren aufgetreten, die durch überraschende Behauptungen die vorher auf diesem Gebiete herrschende verhältnismässige Kühe in den Lärm des Kampfes zu verwandeln wussten. Betrachten wir die Hauptvorstösse, die zu dieser Diskussion führen mussten und noch weiterhin führen müssen! I. Zuerst hat Franz Wutz (Professor in Eichstätt), der insbesondere durch seine grundgelehrte Neuherausgabe der Onomastica Sacra (2 Bde. 1914 f.) sich bekannt gemacht hat, eine neue Auf- Stellung über die Autorität der gegenwärtig geltenden LXX-Texte machen zu können gemeint. Er hat seine These teils in einem auf dem Alttestamentlertag zu Münster (1923) sowie auf dem Orientalistenkongress zu München (Herbst 1924) gehaltenen Vortrag, der dann in der ZATW. 1925, 62—66 erschien, und teils in seinem Buche ״Die Transkriptionen von der Septuaginta bis zu Hieronymus“ (1925) vorgelegt. Was nun wird von Wutz geltend gemacht? *) Wir bringen diesen gut orientierenden Aufsatz des um die Wissenschaft so hochverdienten Nestors der Alttestamentler gern zum Abdruck, wenn wir auch — wie bei den Lesern dieser Zeitschrift als bekannt vorausgesetzt werden darf — über den Wert der Septuaginta für die alttest. Textkritik unsere eigene Meinung haben. Der Herausgeber.